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24. Februar 2020 | 07:00 Uhr
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Mailen

Nun kämpfen Italien und Südkorea gegen Coronavirus

In Italien haben sich mehr als 150 Menschen angesteckt, drei sind gestorben. Die Regierung hat mehrere Orte in Norditalien abgeriegelt, der Karneval in Venedig wurde abgebrochen. Der Stopp eines Eurocity-Zugs von Venedig nach München wegen zwei kranker Frauen entpuppte sich als Fehlalarm. In Südkorea sind bereits über 600 Menschen erkrankt.

Italien Venedig Karneval Paar mit Masken Foto iStock andyparker72.jpg
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In Italien ist die Zahl der Infizierten über das Wochenende sprunghaft angestiegen. Die Tagesschau berichtete am Sonntag von über 150 Fällen. Festgestellt wurde das Coronavirus erstmals bei einem 38-jährige Mann aus der Lombardei, der mit Fieber und Grippesymptomen in ein Krankenhaus kam. In der Lombardei und in Venetien gibt es auch die meisten anderen Fälle. Wie es zur Ansteckung kam, ist unklar.

50.000 Menschen eingeschlossen

Die italienische Regierung reagiert mit drastischen Maßnahmen. Die drei am meisten betroffenen Orte wurden abgeriegelt. Allein in der Stadt Codogno und Umgebung sollen 50.000 Menschen ihre Häuser nicht mehr verlassen. Insgesamt sind zehn Gemeinden rund 60 Kilometer südlich von Mailand betroffen, außerdem die Stadt Vo in Venetien. In den Regionen Venetien, Lombardei, Emilia-Romagna und Piemont wurden zahlreiche Veranstaltungen vorsorglich abgesagt. In Venedig wurde der Karneval abgebrochen.

Fehlalarm im Eurocity nach München

Wegen zweier Verdachtsfälle in einem Zug aus Italien hatte Österreich gestern Abend kurzerhand den grenzüberschreitenden Bahnverkehr eingestellt. Am Brenner saßen hunderte Passagiere fest. In einem Eurocity von Venedig nach München waren zwei deutsche Frauen mit Fieber aufgefallen. Sie wurden getestet und das Coronavirus konnte nicht nachgewiesen werden. Erst nach Stunden gab es Entwarnung und der Zug konnte weiterfahren, meldet der Bayerische Rundfunk.

Sprunghafter Anstieg in Südkorea

In Südkorea hat die Regierung nach weiteren Todesfällen die höchste Alarmstufe ausgerufen. Dort sind über 600 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Stadt Daegu wurde zur "Spezialüberwachungszone" erklärt, schreibt die Süddeutsche Zeitung. In Seoul dürfen keine Kundgebungen und Demonstrationen mehr stattfinden, die sonst an der Tagesordnung sind.

Das Coronavirus ist nun auch im Iran aufgetreten. Die Türkei hat ihre Grenze zum Nachbarstaat geschlossen und alle Flüge ausgesetzt. Aus dem Iran sind mittlerweile acht Tote bekannt.

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