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16. November 2020 | 07:00 Uhr
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Österreich geht am Dienstag in einen harten Lockdown

Schlechte Aussichten für den Winterurlaub in den Alpen: Wegen weiterhin stark steigender Neuinfektionen verschärft Österreichs Regierung den bestehenden Teil-Lockdown. Von Dienstag an gelten auch Ausgangsbeschränkungen rund um die Uhr und Geschäfte müssen schließen.

Österreich Berge Restaurant leere Bänke Foto iStock Adam Höglund.jpg

Die Restaurants auf den Skipisten in Österreich könnten in diesem Winter verwaist bleiben, wenn es durch den Lockdown nicht gelingt, die Pandemie zurückzudrängen

Der harte Lockdown gilt zunächst für drei Wochen, bis zum 6. Dezember. Zwar bleiben die Grenzen offen, doch die Auflagen machen Reisen derzeit sinnlos. Tourismusbetriebe, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen sind schon seit Anfang November geschlossen, jetzt kommt praktisch eine Ausgangssperre rund um die Uhr dazu.

Menschen dürfen das Haus nur noch aus wichtigen Gründen verlassen. Dazu zählen der Weg zur Arbeit, die Besorgung des täglichen Bedarfs und die medizinische Versorgung, berichtet das Portal Vienna. Geschäfte bleiben bis auf wenige Ausnahmen geschlossen, körpernahe Dienstleistungen sind verboten.

„Treffen Sie niemanden“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz bei der Verkündung des Lockdowns. „Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel.“ Am Samstag lag die Inzidenz der letzten sieben Tage in Österreich landesweit bei 543 Neuinfektionen und damit mehr als zehnmal so hoch wie der in Deutschland gültige Grenzwert.

Mit dem Lockdown will die Regierung die Pandemie zurückdrängen. Die Hoffnung ist, dass bis Weihnachten die Zahlen soweit sinken, dass die Kontaktbeschränkungen gelockert werden können. Ob dies dann ausreicht, um den für Österreich wirtschaftlich wichtigen Wintertourismus neu zu starten, erscheint fraglich.

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