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3. Februar 2026 | 17:28 Uhr
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Österreichs Tourismus erreicht 2025 neues Rekordniveau

Der Tourismus in Österreich hat 2025 neue Höchstwerte erreicht. Mit 157,3 Millionen Übernachtungen und 48,2 Millionen Ankünften hat das Land das Jahr 2024 übertroffen. Das Wachstum kam vor allem aus dem Ausland, aber auch der Städtetourismus legte zu.

Österreich Dachstein

Österreich hat im vergangenen Jahr einen Übernachtungsrekord erzielt

Der Tourismus hat in Österreich 2025 ein Allzeithoch erzielt. Nach vorläufigen Daten von Statistik Austria wurde in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen mit 157,3 Millionen Übernachtungen ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber 2024 erreicht. Gleichzeitig stieg die Zahl der Gäste um 3,1 Prozent.

Internationale Nachfrage als Wachstumstreiber

Rund drei Viertel aller Übernachtungen entfielen 2025 auf Gäste aus dem Ausland. Die Zahl stieg um 2,4 Prozent auf 116,8 Millionen. Auch der Inlandstourismus entwickelte sich leicht positiv mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 40,5 Millionen Übernachtungen.

Wichtigster Herkunftsmarkt blieb Deutschland mit 58,6 Millionen Übernachtungen. Es folgten die Niederlande mit 11,3 Millionen sowie die Schweiz und Liechtenstein mit zusammen 4,3 Millionen.

Tirol und Salzburg vorne, Wien wächst am stärksten

Mehr als die Hälfte aller Übernachtungen entfiel erneut auf Tirol und Salzburg. Tirol kam auf 50 Millionen, ein Zuwachs von 1,7 Prozent. Salzburg erreichte 31 Millionen und lag damit um 2,4 Prozent über dem Vorjahr.

Den höchsten prozentualen Zuwachs verzeichnete, wie bereits berichtet, Wien. Die Bundeshauptstadt legte um 6,5 Prozent zu und überschritt mit 20,09 Millionen Nächtigungen erstmals die 20-Millionen-Marke. Insgesamt wuchs der Städtetourismus in Wien und den Landeshauptstädten um 5,7 Prozent auf 29 Millionen Übernachtungen.

Hohe Auslastung, wirtschaftliche Fragen offen

Die hohe Nachfrage spiegelt sich auch in der Tourismusintensität wider. Österreichweit kamen 2025 durchschnittlich 17 Übernachtungen auf eine Einwohnerin oder einen Einwohner. Das liegt leicht über dem Wert von 2024 und knapp unter dem Vorkrisenrekord von 2019.

Vertreter der Branche mahnen jedoch zur Differenzierung. Susanne Kraus-Winkler von der Wirtschaftskammer Österreich betont, hohe Übernachtungszahlen seien zwar ein positives Signal, entscheidend sei aber, ob ausreichend Ertrag für Investitionen und Personal bleibe. Nur wirtschaftlich stabile Betriebe könnten langfristig Qualität sichern.

Wintersaison startet mit deutlichen Zuwächsen

Auch der Start in die Wintersaison fiel nach Angaben von Statistik Austria dynamisch aus. In den Monaten November und Dezember wurden 19,7 Millionen Übernachtungen gezählt, ein Plus von 8,1 Prozent. Besonders stark wuchs erneut die Nachfrage aus dem Ausland.

Christian Schmicke

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