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14. Januar 2020 | 14:23 Uhr
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Reisebürobuchungen sind in Österreichs Hotels die Ausnahme

Nur fünf Prozent der Gäste aus deutschsprachigen Ländern habe ihre Unterkunft in Österreich über den stationären Vertrieb gebucht. Das geht aus einer Umfrage der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) hervor. Mehr als zwei Drittel der Aufenthalte werden über Direktbuchungen generiert.

Österreich Dachstein

Urlaub in Österreich wird überwiegend direkt gebucht

69 Prozent der Reservierungen erfolgen über die Hotel-Website, E-Mail, Telefon oder als spontaner "Walk-in“, so der Verband. OTAs (Online Travel Agencies) bringen es auf einen Anteil von 21 Prozent. Wichtigstes Motiv für den hohen Anteil der Direktbuchungen ist laut der Umfrage ein günstigerer Preis (56%), gefolgt von detaillierten Informationen zum Hotel (53%) und dem direkten Kontakt zum Gastgeber (48%).

Hinter den Kulissen tobt in Österreich ein Streit um die Durchsetzung des gesetzlichen Verbots an die Adresse die Online-Reisebüros, eine Ratenparität mit den Direktvertriebskanälen der Hotellerie zu erzwingen. Die Hoteliers sehen dieses Verbot in Gefahr. Laut ÖHV gaben 42 Prozent der von ihm befragten Hoteliers an, die OTAs hätten bei ihnen trotz des Verbots bei ihnen versucht, Ratenparität durchzusetzen, und erwägt nun, rechtliche Schritte einzuleiten.

Unter der Neigung der Hoteliers in Österreich, Direktbuchungen den Vorzug zu geben und sich damit die Provision zu sparen, leidet auch das Geschäft von Reiseveranstaltern. Diese werfen den Gastgebern in Deutschland, Österreich und der Schweiz häufig vor, Kunden, die sie über touristische Partner gewonnen haben, in der Folge zu Direktbuchungen zu animieren.

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