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13. April 2020 | 11:10 Uhr
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Spanien plant Corona-Sicherheitsabstand an Stränden

"Wir werden auch an Stränden Sicherheitsabstand brauchen", sagt Spaniens Tourismusministerin Reyes Maroto (Foto). Zwar sei noch unklar, wann sich die Grenzen des Landes für ausländische Besucher wieder öffnen könnten. Sicher sei aber, dass bis zur erfolgreichen Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus nichts so sein werde, wie vorher.

Maroto Reyes

Spaniens Tourismusministerin Reyes Maroto

Als erstes dürfte der innerspanische Tourismus wieder anlaufen, sagte die Ministerin im Interview mit der spanischen Tageszeitung El Pais. Im nächsten Schritt könnten dann Autoreisende, etwa aus den Nachbarländern Portugal und Frankreich, wieder ins Land reisen, so Maroto.

Bis Gäste aus anderen Ländern wieder nach Spanien kämen, werde es allerdings wohl noch länger, dauern, erklärte die Ministerin. Die Regierung arbeite an diversen Szenarien, doch es sei noch zu früh, um Termine zu nennen. Man müsse abwarten, wann die Grenzen wieder geöffnet werden könnten.

Es sei davon auszugehen, dass sich der Tourismus als letzter Wirtschaftssektor erholen werde, da er von der Mobilität der Menschen und dem Vertrauen in die Destinationen abhänge. Deswegen müsse sich Spanien als sicheres Reiseziel in Sachen Gesundheit vermarkten. Zugleich müsse vor einer Öffnung sichergestellt werden, dass ankommende Gäste kein erhöhtes Infektionsrisiko bedeuteten.

Auch der Tourismusminister der Balearen, Iago Negueruela, meldete sich zu dem Thema über Ostern zu Wort. "Wir werden wohl eine behutsame Rückkehr des Tourismus ab August erleben", sagte laut der Mallorca Zeitung. In den Monaten darauf werde es einen leichten Anstieg der Urlauberzahlen geben. Im Winter allerdings dürften die Zahlen wieder spürbar zurückgehen, so Negueruela.

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