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21. Mai 2020 | 12:34 Uhr
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Spanien will frühestens Anfang Juli für Touristen öffnen

Der seit Mitte März geltende Alarmzustand mit strengen Ausgangsbeschränkungen wird mindestens bis zum 6. Juni verlängert. Nach dem Willen der Regierung soll in Spanien von Ende Juni an eine "neue Normalität" erreicht sein und das Ausnahmerecht aufgehoben werden. Für den Reiseverkehr will sich das Land nicht vor Juli öffnen.

Spanien

Die Spanier müssen sich auf weitere Ausgangsbeschränkungen einstellen 

Eine zu schnelle Öffnung für Urlauber wäre unverantwortlich, sagte Umweltministerin Ribera der spanischen Nachrichtenagentur "EFE". Zur Begründung erklärte sie, Wiederanstiege der Corona-Zahlen in China, Südkorea und Singapur seien mit importierten Infektionen in Verbindung gebracht worden. Das müsse Spanien vermeiden.

Die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte den "Estado de alarma", die dritthöchste Notstandsstufe, eigentlich um einen ganzen Monat verlängern. Dies scheiterte an der rechtsliberalen Partei Ciudadanos. Am Vorabend der Abstimmung war dann ein Kompromiss über eine zweiwöchige Verlängerung bis zum 6. Juni erzielt worden.

Von Donnerstag an müssen Menschen in Spanien in öffentlichen Räumen, also etwa auch in Geschäften, Schutzmasken tragen. Die Pflicht gilt auch im Freien, wenn "der minimale Sicherheitsabstand von zwei Metern nicht gewährleistet werden kann", heißt es in dem am Dienstagabend veröffentlichten Dekret. Bisher galt in Spanien eine Schutzmaskenpflicht nur im öffentlichen Nahverkehr. Von der Pflicht sind kleine Kinder bis fünf Jahre ausgenommen.

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