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16. Dezember 2020 | 07:00 Uhr
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Südafrika schließt Strände in Corona-Hotspots

Das afrikanische Land wird derzeit von einer zweiten Corona-Welle getroffen und verschärft die Maßnahmen. Dazu gehören in Hotspots geschlossene Strände, Maskenpflicht und Alkohol-Restriktionen sowie nächtliche Ausgangssperre. Zudem rät das CRM Südafrika-Reisenden dringend zur Tollwutimpfung.

Kapstadt mit Tafelberg

Weihnachten am Strand feiern dürfte auch rund um Kapstadt ausfallen

Staatspräsident Cyril Ramaphosa kündigte die verschärften Maßnahmen und Kontrollen in einer Fernsehansprache an. Bei Verstößen drohen demnach bis zu sechs Monate Haft. Es gilt landesweit ein nächtliches Ausgangsverbot, Restaurants müssen um 22 Uhr schließen. In einigen Provinzen beginnen die neuen Beschränkungen am Mittwoch und dauern bis in den Januar, an anderen Orten geht es nur direkt um die Feiertage. Südafrika hatte seine Grenzen erst am 12. November wieder für internationalen Tourismus geöffnet, auch unter dem Druck der wirtschaftlichen Bedeutung der Branche.

Zur Einreise negativer PCR-Test nötig

Laut Auswärtigem Amt ist für die Einreise auf dem Luftweg über Johannesburg und für die Ausreise über den Flughafen in Kapstadt die Nutzung eines digitalen Reise-Gesundheitsfragebogens vorgeschrieben. Regionale Schwerpunkte der Covid-19-Pandemie sind laut der deutschen Behörde die Provinzen Gauteng, Western Cape, Eastern Cape und Kwa Zulu Natal. Von Südafrika als Covid-19 Hotspots eingestuft sind die Gebiete Nelson Mandela Bay, der Sarah Baartman District sowie der Garden Route District. Mit Ausnahme der Region um Johannesburg handelt es sich dabei um am Meer gelegene Provinzen, die mit ihren Hauptstädten, etwa Kapstadt oder Durban, zum Jahresende gefragte Urlaubsziele sind. Es besteht laut Auswärtigem Amt weiterhin eine corona-bedingte Reisewarnung.

Junge Menschen als Superspreader

Am Montagabend gab das Gesundheitsministerium rund 6.600 Neuinfektionen pro Tag bekannt, zudem starben zuletzt mehr als 150 Menschen an einem Tag in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Einen Tag zuvor hatte der zuständige Minister Zweli Mkhize erklärt, dass der Kap-Staat nun von einer zweiten Welle getroffen werde. Anders als in Europa sind in Südafrika derzeit junge Menschen gefährdet, da die Sommerferien begonnen haben und viel gefeiert wird. Nach einer Feier mit 1.300 Abiturienten aus dem Großraum Johannesburg in dem Küstenort Ballito wurden rund 1.000 Neuinfektionen festgestellt.

Zudem weist das Centrum für Reisemedizin darauf hin, dass es in Südafrika aktuell wieder Verdachtsfälle auf Tollwut gebe. Das CRM rät Reisenden daher, sich vor Antritt gegen die von Tieren übertragene Krankheit impfen zu lassen. Ist die Tollwut ausgebrochen, endet sie laut CRM ohne Impfschutz immer tödlich. Hochwertige Impfstoffe stünden in Südafrika nicht flächendeckend zur Verfügung.

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