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30. Januar 2020 | 07:00 Uhr
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Südafrikas Tourismusverband will Wildtiere besser schützen

In seinen neuen Richtlinien fordert der SATSA Mitglieder dazu auf, das Reiten oder Streicheln von Wildtieren aus ihren Programmen zu streichen. Auch für Shows sollen die Tiere nicht mehr trainiert werden. Halten sich Anbieter nicht daran, will der Verband sie ausschließen.

Löwenbaby und Tourist

Wildtiere sollen in Südafrika nicht mehr zum Streicheln angeboten werden

Veranstalter sollten "ethischere Entscheidungen treffen und die Tierwelt besser beschützen", heißt es in den jüngst veröffentlichten Richtlinien. Das Kuscheln mit Jungtieren, Spaziergänge mit Raubtieren oder Elefanten sowie das Reiten wilder Tiere sollen damit der Vergangenheit angehören. Der Bann gilt allen Aktivitäten, die nicht der Natur wilder Tiere entsprechen.

So sollen künftig weder Wildtiere noch andere Tiere für Tiershows trainiert werden. Denn im Zuge der Trainingsmaßnahmen werde häufig mit Bestrafung gearbeitet, heißt es. Das schade dem Tierwohl. Außerdem verfolgten die Darbietungen mit Tieren meist keine Ziele wie Bildung oder Naturschutz.

Auch das bei Touristen beliebte Streicheln von Jungtieren soll SATSA-Mitgliedern untersagt werden. Dies geschieht heute häufig mit jungen Elefanten und kleinen Raubkatzen. Die Tiere müssten dafür von ihren Müttern getrennt werden, begründet der SATSA die Maßnahme. Außerdem hätten junge Wildtiere von Natur aus Angst vor Menschen.

Ebenfalls aus den Angeboten gestrichen werden sollen Spaziergänge mit Elefanten und Raubkatzen. Diese müssten dazu trainiert werden, um ihr natürliches Verhalten abzulegen und lebten in Gefangenschaft, so der Verband. Auf die schwarze Liste gelangt auch der Ritt auf wilden Tieren. Davon sind vor allem Strauße und Elefanten betroffen.

Das Tourismusministerium unterstützt laut südafrikanischen Medien den Maßnahmenkatalog, dem laut SATSA ein längeres Forschungsprojekt vorausgegangen ist. Der "Environment News Service" zitiert einen Sprecher mit den Worten, der Verband unterstütze damit den Tierschutz und engagiere sich für einen verantwortungsvollen Tourismus. SATSA hofft nach eigenem Bekunden, die neuen Regelungen bis Ende Juli umzusetzen.

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