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18. Juni 2020 | 15:16 Uhr
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Türkei wehrt sich gegen Einstufung als Corona-Risikogebiet

Die Einschätzung der Bundesregierung stimme "auf keinen Fall mit der objektiven Sachlage überein, und die Türkei verdient nicht eine solche Klassifizierung", erklärte die türkische Botschaft in Berlin. Das Gleiche gelte "selbstverständlich für die Reisewarnung".

Die Bundesregierung hatte die Türkei am Montag zusammen mit 130 weiteren Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft. Für das Land gilt damit weiterhin eine Reisewarnung. Rückkehrer aus einem Risikogebiet müssen zudem damit rechnen, dass ihnen 14 Tage Quarantäne auferlegt werden.

Die Türkei fordert eine Aufhebung dieser Reisewarnung. In der Erklärung der Botschaft heißt es, man habe bei der Bekämpfung der Pandemie "eine vorbildliche Leistung" vollbracht. "Viele EU-Mitglieder waren von der Pandemie weitaus stärker als die Türkei betroffen, und laut WHO-Statistiken ist die Anzahl der aktiven Covid-19-Fälle in der Türkei viel niedriger als in vielen EU-Staaten." Die Botschaft verwies zudem darauf, dass es im Land 39.000 Intensivbetten gebe. Die Zahl der Toten sei geringer als in Deutschland, bei ungefähr gleicher Einwohnerzahl.

"Die Urlaubsorte waren genauso wenig betroffen wie die deutschen Küstenregionen", heißt es in der Erklärung. Es sei schwer zu verstehen, aufgrund welcher wissenschaftlichen Kriterien die Türkei als Risikogebiet eingestuft worden sei. "Dementsprechend hoffen und erwarten wir, dass die Bundesregierung sowohl die Einstufung der Türkei als Risikogebiet als auch die Reisewarnung für die Türkei schnellstmöglich aufheben wird."

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