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11. August 2021 | 14:33 Uhr
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Viele Beschränkungen für Reisen in Marokko

Marokko hat seine Grenzen grundsätzlich wieder für deutsche Touristen geöffnet, allerdings müssen diese sowohl bei der Anreise als auch vor Ort mit zahlreichen Einschränkungen rechnen. Darauf weisen der ADAC und das Auswärtige Amt hin.

Marokko Marrakesch Souks Foto iStock KHellon.jpg

Reisen in Marokko, hier Marrakesch, durchzuführen, ist derzeit nicht ganz leicht

Aufgrund der verschärften Corona-Bestimmungen im Land seien Rundreisen in Marokko kaum möglich berichtet der ADAC. Der Urlaub werde sich daher "meist auf das gebuchte Hotel und die nähere Umgebung beschränken".

Bis zunächst 10. September gilt in Marokko der Ausnahmezustand und eine verschärfte Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr. Nach Auskunft des Auswärtigen Amtes besteht ein Reiseverbot für Personen ohne besondere Genehmigung oder ohne Impfnachweis zwischen Städten, Provinzen und Regionen. Öffentliche Einrichtungen einschließlich des öffentlichen Personenverkehrs und der Gastronomie dürfen zu höchstens 50 Prozent ausgelastet sein oder sind ganz geschlossen, der öffentliche Personenverkehr ist reduziert. Ferner gelten nach Angaben der Behörde weitreichende Versammlungs- und Feierverbote. Weiterhin können lokale Regelungen und Beschränkungen gelten.

Aus Infektionsschutzgründen sind die Großräume Marrakesch, Casablanca und Agadir weiträumig abgeriegelt und öffentliche Einrichtungen geschlossen. Zugangsmöglichkeiten gibt es laut dem Auswärtigen Amt allerdings für geimpfte Personen oder mit Sondergenehmigung. Die öffentlichen Verkehrsmittel stünden eingeschränkt zur Verfügung, heißt es weiter. Zahlreiche Hotels seien geschlossen.

Marokko wird vom Robert-Koch-Institut seit dem vergangenen Sonntag als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft; es gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt offiziell bei 185; das Auswärtige Amt geht zudem von einer hohen Dunkelziffer aus. Zudem weist die Behörde darauf hin, dass Marokko die Zusammenarbeit mit deutschen Institutionen "einseitig ausgesetzt" habe. Dies betreffe auch konsularische Angelegenheiten. Eine konsularische Unterstützung durch die deutsche Botschaft in Rabat für hilfesuchende Deutsche sei derzeit daher kaum möglich.

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