Tägliche News für die Travel Industry

20. August 2020 | 07:00 Uhr
Teilen
Mailen

Viele Mauritius-Strände von Ölteppich verschont

Von der Ölverschmutzung durch das havarierte Frachtschiff "Wakashio" am stärksten betroffen waren demnach rund zwölf Küstenkilometer und die umliegenden Lagunen im Südosten der Insel, teilen die Behörden von Mauritius mit.

MV Wakashio Foto Mauritius Tourism Promotion Authority

Offizielle Aufnahmen des Schiffsunglücks vor Mauritius' Küste: Der japanische Frachter "Wakashio" und das ausgelaufene Öl.

Anzeige

Mit Themenwochen Reisebüros für Ihre Destination begeistern

Eine Themenwoche von Counter vor9 rückt Ihre Destination in den Mittelpunkt – eine ganze Woche lang im Newsletter und auf der Website. Gewinnspiel für Expedienten und Bildergalerie inklusive. Damit erreichen Sie den Reisevertrieb direkt, stationär wie online. Reise vor9

Mehr als 310 Kilometer Strände und Küstenlinie, wo sich die meisten Hotels befänden, blieben nach Angaben des Fremdenverkehrsamtes von Mauritius unversehrt. Den Bergungsteams sei es gelungen, das Schlimmste zu verhindern. Die Schäden an den Lagunen, den Küsten und dem Ökosystem blieben lokal begrenzt. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Ölverschmutzung werden von den mauritischen Behörden in Zusammenarbeit mit rund 100 Experten aus der ganzen Welt geleitet.

Der japanische Frachter "Wakashio" war am 25. Juli mit rund 4.000 Tonnen Treibstoff an Bord vor der Südostküste der Urlaubsinsel im Indischen Ozean auf Grund gelaufen und brach am 15. August in zwei Teile. Die hintere Hälfte des Schiffes bleibt auf den Riffen liegen, die vordere Hälfte wird abgeschleppt. Bislang sei kein weiteres Öl ausgelaufen, teilt die Agentur Aviareps im Auftrag der Mauritius Tourism Promotion Authority mit.

Eine enorme Mobilisierung sei durch die Bevölkerung gegangen, um die Einsätze der Behörden, des Privatsektors, der Experten und der NGOs zur Eindämmung der Ausbreitung und zur Beseitigung des bereits in der Lagune ausgelaufenen Schweröls zu unterstützen, berichten die Tourismuswerber.

Offizielle Fakten über das Schiffsunglück der MV Wakashio

  • Die "Wakashio" war mit einer Nutzlast von 4.180 Tonnen Schweröl an Bord beladen.
  • Ab dem 6. August trat Schweröl aus einem gerissenen Öltank der Wakashio aus. Das Auslaufen wurde am 9. August gestoppt, nachdem 500 Tonnen Öl aus dem beschädigten Öltank gepumpt wurden.
  • Schätzungsweise 800 Tonnen Öl sind ins Meer und in die Lagunen ausgelaufen.
  • 3.184 Tonnen Öl wurden aus den Tanks des Massengutfrachters gepumpt.
  • Rund 884 Tonnen flüssiger Ölabfall, 524 Tonnen fester Abfallschlamm und kontaminierte Abfälle sowie 416 Kubikmeter vollgesogener Ausleger wurden bis zum 17. August gesammelt.
  • Die Wakashio brach am 15. August entzwei. Die hintere Hälfte des Schiffes bleibt auf den Riffen liegen und die vordere Hälfte wird abgeschleppt. Bislang ist kein weiteres Öl ausgelaufen.
  • Schätzungsweise zehn bis zwölf Küstenkilometer und die umliegenden Lagunen im Südosten der Insel waren am stärksten von der Ölverschmutzung betroffen.
  • Mehr als 310 Kilometer Strände und Küstenlinie, wo sich die meisten Hotels befinden, die mehr als 96 Prozent der Küste der Insel ausmachen, blieben unversehrt.

Kennen Sie schon den täglichen Podcast von Reise vor9? Alles Wichtige für Reiseprofis in drei Minuten. Einfach mal reinhören:

Anzeige Reise vor9