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29. März 2020 | 13:20 Uhr
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Vier Kreuzfahrer sterben an Corona-Folgen auf der „Zaandam“

Auf dem Schiff der Holland America Line (HAL) droht eine Kreuzfahrttragödie: Die „Zaandam“ hat Corona an Bord und wurde von südamerikanischen Häfen abgewiesen. Rund 140 der über 1.800 Menschen zeigen Symptome, vier sind gestorben. Jetzt will die Reederei Fort Lauderdale ansteuern.

Holland America Line Kreuzfahrtschiff Zaandam Foto Holland America Line

Auf der "Zaandam" von Holland America Line sind vier Passagiere gestorben

Die „Zaandam“ war in Buenos Aires zu ihrer Südamerika-Kreuzfahrt gestartet, an Bord 1.243 Gäste und 586 Besatzungsmitglieder. Doch auf dem Schiff zeigten einige Gäste und Crewmitglieder Symptome eine Grippe und der Törn wurde zur Odyssee. Denn nach Punta Arenas in Chile ließ kein Hafen auf seiner Route das Kreuzfahrtschiff mehr anlegen.

Holland America Line schickte mit der „Rotterdam“ ein anderes Schiff vor Ecuador zur Hilfe. Das brachte am Donnerstag unter anderem Personal, Vorräte und medizinische Ausrüstung zur „Zaandam“, auf der zwischenzeitlich 53 Gäste und 85 Besatzungsmitglieder erkrankt waren. Seit einer Woche müssen nun alle Gäste in ihren Kabinen bleiben. Die Reederei hat mittlerweile bestätigt, dass vier Kreuzfahrer gestorben sind, berichtet die New York Post.

Die „Zaandam“ wartete am Wochenende auf die Erlaubnis, durch den Panamakanal zu fahren. Danach soll das Kreuzfahrtschiff Kurs auf Fort Lauderdale nehmen. Ob die Behörden dort das Schiff andocken und Gäste und Crew an Land gehen lassen, ist aber offenbar noch unklar.

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