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2. August 2021 | 16:45 Uhr
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Weiterhin keine Feuer-Entwarnung am Mittelmeer

In Italien, Griechenland und der Türkei kämpfen Einsatzkräfte nach wie vor gegen zahlreiche Waldbrände. Ein Ende von Trockenheit und Hitze, die die Brandgefahr verstärken, ist nicht in Sicht.

Waldbrand

In zahlreichen Regionen am Mittelmeer lodern die Flammen

In Griechenland sind neben der Halbinsel Peloponnes nun auch andere Regionen von Feuern betroffen. Wegen der extremen Trockenheit und starker Winde war auf der Ferieninsel Rhodos ein bereits am Sonntag ausgebrochener Großbrand außer Kontrolle geraten, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Am Montag hieß es dann, die Brände seien eingedämmt, allerdings bleibe die Brandgefahr weiter hoch.

Hotelanlagen seien auf Rhodos nicht von dem Brand und der starken Rauchbildung betroffen gewesen. Der Zivildienst habe vor der Eindämmung jedoch die Evakuierung von drei Dörfern im Westen der Inselhauptstadt angeordnet. In weiten Teilen der Insel sei am Sonntagabend der Strom vorübergehend ausgefallen. Eine bedrohliche Situation sei für als Naturschutzgebiet bekannte "Tal der Schmetterlinge" entstanden, schreibt die FAZ. Das Gebiet habe aber gerettet werden können.

Am Sonntag hatte die Feuerwehr einen Großbrand auf der Halbinsel Peloponnes unter massivem Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern unter Kontrolle gebracht. Fünf Dörfer in der Nähe der Stadt Patras mussten nach Informationen der Tagesschau evakuiert werden. Auch aus dem kleinen Badeort Loggos seien fast hundert Einwohner und Touristen in die nahe gelegene Stadt Egio gebracht worden.

Gestörter Zugverkehr in Italien

In Italien beeinträchtigen die Brände, die vor allem im Süden des Landes wüten, mittlerweile auch den Bahnverkehr. Am Montag berichtete die Nachrichtenagentur Ansa von zahlreichen Passagieren, die im Hauptbahnhof der norditalienischen Stadt Bologna die Nacht verbringen mussten. Bologna ist ein zentraler Knotenpunkt im Netz der italienischen Eisenbahn, viele Züge von und nach Süditalien und an die Adria hatten wegen der Brände Verspätung oder fielen aus.

Auf Sardinien mussten nach Informationen der FAZ in der Umgebung der Stadt Oristano mehr als 1.000 Einwohner und Touristen in Sicherheit gebracht werden. In der sizilianischen Stadt Catania habe ein Feuer ein Strandbad erreicht. 150 Strandbesucher hätten über das Meer in Sicherheit gebracht werden müssen.

An der Adria-Küste zerstörten Feuer am Sonntag bei Pescara Teile eines Naturreservats. Die Feuerwehr evakuierte mehrere Häuser und brachte rund 100 Menschen in Sicherheit. Am Abend hieß es, die Flammen seien unter Kontrolle.

Evakuierungen in der Türkei

Auch die türkische Mittelmeerküste leidet weiter stark unter Waldbränden. Im Badeort Bodrum musste laut dem Sender CNN Türk ein ganzes Viertel evakuiert werden, 540 Menschen seien per Boot in Sicherheit gebracht worden, weil die Straßen nicht mehr benutzbar waren, meldet die Tagesschau.

Bereits am Samstagabend seien aus einem östlichen Vorort Bodrums 100 russische Touristen aus der Gefahrenzone gebracht und in andere Hotels umquartiert worden, schreibt Bild unter Berufung auf das russische Generalkonsulat in Antalya.

Ein Hotelbesitzer aus dem Urlaubsort Marmaris an der türkischen Riviera habe im türkischen Fernsehen gesagt, in seinem Ferienresort seien bereits vier Häuser abgebrannt meldet die Tagesschau. Die Hotelgäste seien schon am ersten Tag der Brände ausquartiert worden und hätten Marmaris verlassen.

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