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1. Juli 2021 | 07:00 Uhr
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Yellowstone und Wildwest-Abenteuer in Wyoming

An Wyoming kommt man im Great American West nicht vorbei. Der Yellowstone Nationalpark ist ein Muss für jeden Erstbesucher der Region. Doch in dem Bundesstaat wird auch die Zeit der großen Siedlertrecks gen Westen und die Kultur der Ureinwohner lebendig gehalten.

USA Wyoming Devils Tower Foto iStock Maurice Northrup.jpg

Der Devils Tower ragt 260 Meter aus dem Boden und ist ein Heiligtum der Ureinwohner Wyomings

Wyomings größter touristischer Schatz ist der Yellowstone Nationalpark. Die Bilder von sprühenden Geysiren und knallbunten Kraterseen sind weltweit bekannt und ziehen tausende Besucher an. Sie sind allerdings nur ein Hingucker in dem riesigen, über 9.000 Quadratkilometer großen Schutzgebiet. Yellowstone bedeutet auch kristallklare Seen, donnernde Wasserfälle, imposante Canyons und endlose Graslandschaften. Hunderte Kilometer Wanderwege durchziehen den Yellowstone Nationalpark. Bisonherden am Straßenrand gehören zum fast schon garantierten Spektakel, aber auch Wölfe und Bären lassen sich mit etwas Glück sichten.

Deutlich kleiner, aber trotzdem spannend ist der Grand Teton Nationalpark unweit südlich des Yellowstone. Der namensgebende Berg erhebt sich bis 4.200 Meter und liefert postkartenreife Fotomotive. Bei einer Floßfahrt auf dem Snake River hält man Ausschau nach Bisons, Bieber, Elchen und Weißkopfseeadler. Wer nicht aufs Wasser will, bucht einen Ausflug mit dem Pferd.

Devils Tower eine Laune der Natur

Eine echte Herausforderung für Kletter-Cracks ist der Devils Tower im Nordosten Wyomings in der Nähe der Stadt Sundance. Der Felsen ragt 260 Meter aus dem sonst flachen Umland und entstand vor 50 Millionen Jahren durch abkühlendes Magma. Ähnlich dem Uluru in Australien hat der riesige Steinmonolith eine mystische Bedeutung für die Ureinwohner. Das gilt auch für das Jackson-Hole-Tal, das einheimische Stämme als sakralen Ort verehren. Das Städtchen Jackson selbst ist ein beliebter Ferienort, im Winter zum Skifahren, im Sommer zum Raften.

Den historischen Siedlertrecks auf der Spur

Wyoming steht auch für die Geschichte der Siedlertrecks gen Westen und die Helden dieser Zeit. Einem, dem Bisonjäger Buffalo Bill, wird in Cody ein ganzer Museumskomplex gewidmet. Nach Buffalo wiederum zogen sich berüchtigten Eisenbahnräuber Butch Cassidy und Sundance Kid zurück, am liebsten ins historische Occidental Hotel, das noch heute Gäste empfängt. Andere Orte, die man aus Westernfilmen kennt, sind etwa Fort Laramie oder Wyomings Hauptstadt Cheyenne. Das National Historic Trails Center in Casper gibt Besuchern Einblick in das harte Leben der Siedler und bietet einen Panoramablick über den Platte River, den die meisten der Trecks auf ihrem Weg gen Westen überqueren mussten.

Cowboys, Viehtriebe und Rodeos gehören allerdings nicht der Vergangenheit an. Sie begegnen Besuchern in vielen Orten. In Cody probieren sich die wilden Jungs im Sommer allabendlich auf dem Nite Rodeo aus. Touristen können es bei Reitausflügen auf einer der zahlreichen Guest Ranches in Wyoming ruhiger angehen lassen.

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