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25. Oktober 2018 | 15:33 Uhr Teilen
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Hotelmagnat Falkensteiner gründet Ableger

Falkensteiner Ventures will junge Tourismus-Unternehmen mit Finanzierungen, Risikokapital, Büroräumen und dem Netzwerk seiner Initiatoren unterstützen. Erich Falkensteiner und der langjährige Thomas-Cook-Manager Beat Blaser zielen dabei auf High-Tech-Start-ups, aber auch auf Hotelkonzepte.

In der Hotellerie ist Erich Falkensteiner mit 28 Hotels und vier Residenzen eine ziemlich große Nummer. Nun hat der Unternehmer einen Ableger gegründet, mit dem er touristischen Start-ups auf die Sprünge helfen und im Gegenzug Anteile an den Unternehmen haben möchte. Falkensteiner Venture verstehe sich als Business Angel "für junge Unternehmen aus den Bereichen Hotel, Travel und Freizeitwirtschaft", sagt Falkensteiner.

Als Partner hat sich der Gründer und Chairman der FMTG Falkensteiner Michaeler Tourism Group Beat Blaser an Bord geholt. Der langjährige Thomas Cook-Manager, der in den vergangenen Jahren die Eigenanreise-Sparte Thomas Cook International mit Sitz in Pfäffikon führte und das Unternehmen im August verließ, will nach eigener Aussage zusammen mit Falkensteiner "innovative kundenzentrierte Geschäftsideen der Start-up-Teams mit den Bedürfnissen etablierter Unternehmen abgleichen und Synergien, Wachstum und Mehrwert schaffen".

Bis zu 500.000 Euro und Know-how

Unterstützt werden sollen die Existenzgründer mit bis zu 500.000 Euro, Know-how, dem Netzwerk ihrer Förderer und Office Spaces in Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol. "Als mehrfacher Gründer mit vielen Jahren Erfahrung weiß ich, welche Herausforderungen die Industrie mit sich bringt", sagt Falkensteiner. Daher wolle er "junge Gründer als Mentor unterstützen, ihr Unternehmen mitaufbauen und ihnen zum Durchbruch verhelfen". Falkensteiner Ventures ist bereits an mehreren Tech-Start-ups beteiligt, unter anderem an der Revenue Management Software Rate Board, dem CRM-System Smart Host und dem Gästekommunikations-Tool Suite Pad. Nun werden weitere Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen gesucht.

Gesucht: Skalierbare Hotelkonzepte, Plattformen und High-Tech

Für förderungswürdig hält Falkensteiner Projekte aus dem Technikbereich in der Hotellerie und Parahotellerie, wie zum Beispiel Ferienwohnungen oder Camping, im Tourismus- und Freizeitsektor sowie im Wachstumsmarkt Altenpflege. "Die Hotel- und Reiseindustrie ist auf neue Konzepte angewiesen, arbeitet aber häufig noch sehr traditionell und eingefahren", sagt Blaser. Es gebe also jede Menge zu tun.

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