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7. Juni 2018 | 11:45 Uhr
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Künstliche Intelligenz ist im (Arbeits-)

Den Begriff künstliche Intelligenz (KI) haben viele schon gehört, aber nur eine Minderheit weiß, was er bedeutet oder was man damit machen kann. Das hat eine repräsentative Umfrage des Geschäftsreise-Technologiedienstleisters SAP Concur unter rund 4.300 Berufstätigen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Dänemark und Finnland bestätigt. Dementsprechend wenig wird das Potenzial der KI im Alltag bisher genutzt. Von den deutschen Teilnehmern geben etwas mehr als die Hälfte an, den Begriff KI zu kennen und zu wissen, welche Technologie sich dahinter verbirgt. Etwa 40 Prozent haben zwar von KI gehört, wissen aber nicht genau, worum es geht.

Entsprechend gering fällt die Nutzung von Künstlicher Intelligenz aus. Finnland zeigt sich in punkto Anwendung als Vorreiter: Etwa 41 Prozent der Finnen nutzen KI sowohl privat als auch beruflich, gefolgt von den Briten (34 Prozent) und den Deutschen (zirka 30 Prozent). Von den 30 Prozent der berufstätigen Deutschen, die mit KI-Anwendungen umgehen, nutzen wiederum 57 Prozent Sprachassistenten wie Alexa, Siri & Co. Bei ihnen spielt die Technologie auch auf Reisen eine Rolle. Der größte Nutzen, so vermuten Arbeitnehmer hierzulande, ergebe sich künftig durch personalisierte Empfehlungen für Hotels, Restaurants und Veranstaltungen sowie in automatisierten Benachrichtigungen mit konkreten Handlungsempfehlungen. Zum Beispiel bei verspäteten Flügen mit dem Hinweis auf Alternativen. Deutsche und Finnen sind der Meinung, KI könne das Reisen sicherer machen, zum Beispiel durch Predictive Analytics (vorrausschauende Analysen). Auch die "personalisierte Geschäftsreise mithilfe von KI" wird mehrheitlich als ein potenzieller Vorteil angesehen.

Der Offenheit der Arbeitnehmer gegenüber dem Thema steht allerdings eine weitgehende Passivität der Unternehmen gegenüber. Nur rund ein Drittel der Unternehmen stellt ihnen überhaupt die entsprechenden Tools zur Verfügung. Bei der Preisgabe von Nutzerdaten, die für viele KI-Anwendungen erforderlich ist – wie zum Beispiel von Buchungsdaten und Reiseplänen – zeigten sich die Deutschen überraschend auskunftsfreudig. Befragte aus Frankreich und Dänemark scheuen sich am stärksten, persönliche Daten weiterzugeben, um von Vorteilen der Künstlichen Intelligenz auf Reisen zu profitieren. Die Deutschen hingegen würden im Ländervergleich die meisten Befragten Geschlecht, Telefonnummer, Geburtsdatum, Firmensitz und Wohnort angeben, heißt es von Concur.

AF

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