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22. August 2018 | 14:04 Uhr
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Aerticket-Chef hält „gewillkürte“ Pauschalreisen für

Mit Rainer Klee, CEO des Consolidators Aerticket, zieht nun der nächste Touristiker gegen "die Auswüchse in der Umsetzung der neuen Pauschalreiserichtlinie" zu Felde. Die Idee der "gewillkürten" Pauschalreise sei "grober Unfug" erklärt er. Der Gesetzgeber habe mehr Transparenz und Rechtssicherheit gewollt, bei dem Konstrukt handele es sich dagegen um eine "Täuschung von Kunden, ob bewusst oder unbewusst", so der Chef des Ticketgroßhändlers. Deshalb seien "vom Kunden übers Reisebüro bis zu den großen Veranstaltern alle verunsichert" und keiner wisse, "was und wie er buchen soll".

Die Deklarierung einer Einzelleistung mit einem Servicepaket zu einer gewollten oder gewillkürten Pauschalreise werde "rechtlich niemals Bestand haben“, prophezeit Klee. Aber auch die vom Gesetzgeber vorgesehene Variante der verbundenen Reiseleistungen seien "suboptimal", legt er nach. Denn sie böten den Reisenden "keine Sicherheit, zum Beispiel bei Flugstörungen".

Ganz uneigennützig ist die Kritik des Consolidator-CEOs freilich nicht. Schließlich hat sein Unternehmen zum 1. Juli ein neues Produkt namens "Cockpit Holidays" aufgelegt, mit dem sich Flüge mit Bausteinen zu einer Pauschalreise kombinieren lassen. Die Veranstalterhaftung übernimmt Aerticket. Das neue Tool sei "eine unabhängige Alternative zu allen anderen", erklärt Klee vollmundig.

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