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24. Juli 2018 | 13:53 Uhr
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Airlines reichen bei EU Beschwerde über Frankreich ein

Wegen Einschränkung der Reisefreiheit während der Fluglotsenstreiks in Frankreich haben die British-Airways-Mutter IAG sowie Ryanair, Easyjet und Wizz Air offiziell bei der EU-Kommission Beschwerde eingereicht. Die Fluglinien stoßen sich vor allem daran, dass sie aufgrund der in diesem Jahr gehäuft auftretenden Streiks der französischen Fluglotsen das nicht überfliegen dürfen.

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Streiks behindern Reisefreiheit

Die Airlines behaupten, Frankreich verstoße mit den Fluglotsenstreiks, deren Häufigkeit im Vergleich zu 2017 ums 300 Prozent zugenommen habe, gegen die im EU-Recht verbriefte uneingeschränkte Reisefreiheit zwischen den Mitgliedsländern. In einer Mitteilung der ungewöhnlichen Airline-Allianz klagt IAG-Chef Willie Walsh: "Es sind nicht nur Kunden, die nach und von Frankreich fliegen, die von den Streiks der französischen Fluglotsen betroffen sind. Passagiere, deren Maschinen Frankreich nur überfliegen sollen, leiden ebenfalls unter Verspätungen und massiven Störungen." Auch die Tourismusbranche in Spanien bekomme dies deutlich zu spüren, so Walsh.

Jósef Váradi, CEO von Wizz Air, meint, für die europäischen Behörden sollte es "höchste Priorität haben, sicherzustellen, dass Europa nicht länger wegen nationaler Fragen des Arbeitsrechts in Geiselhaft genommen wird".  Und Easyjet-Boss Johan Lundgren erklärt: "Wir respektieren das Streikrecht voll und ganz und waren bisher mit der EU und der französischen Regierung in einem konstruktiven Dialog. Doch leider gab es bislang noch keine wirklichen Veränderungen zugunsten unserer Flugpassagiere, deshalb war es nun Zeit für den nächsten Schritt."

Unterschiedliche Regelungen bei Überflügen

Michael O'Leary, CEO von Ryanair, vergleicht die Situation mit Griechenland und Italien: Wenn dort die Fluglotsen streikten, könnten Transitflüge weiterhin ganz normal durchgeführt werden. "Warum kann Frankreich nicht ebenso handeln?" will der Ryanair-Chef wissen. 1.100 Flüge musste der irische Billigflieger allein im Mai wegen der Lotsenstreiks absagen. Hinzu kommen Streiks der eigenen Piloten. Das verstärkt den Ärger der Passagiere und erhöht den Druck auf die Airline, Maßnahmen zu treffen.

Laut der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt Eurocontrol kam es im Juni bei mehr als 16.000 Flügen zu Verspätungen aufgrund von Lotsenstreiks. Mehr als zwei Millionen Passagiere waren davon betroffen.

AF

 

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