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1. Februar 2021 | 13:19 Uhr
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Airport Hahn sieht keine neuen Probleme durch HNA-Pleite

Die angekündigte Neuausrichtung des Großkonzerns HNA nach dessen Insolvenz betreffe nicht den Betrieb des Hunsrück-Flughafens und seine Betreibergesellschaft, erklärt die Geschäftsführung des Flughafens im Hunsrück in einem Schreiben an die Mitarbeiter.

Flughafen Hahn

Der Flughafen Hahn steckte schon vor der Pleite des Gesellschafters HNA tief in den roten Zahlen

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"Die deutsche Gesellschaft erfüllt unverändert ihre Verpflichtungen voll umfänglich und wird dies auch in Zukunft so tun", zitiert die Nachrichtenagentur "DPA“ aus dem Schreiben, und weiter: "Die in China eingeleiteten Maßnahmen haben keine Auswirkung auf Ihre Tätigkeit. An unserer Zusammenarbeit mit allen Airlines, Kunden, Behörden und Partnern wird sich nichts ändern."

HNA hatte am Freitag Insolvenz angemeldet. Gläubiger beantragten die Neuausrichtung des hoch verschuldeten Großkonzerns. Der Hunsrück-Flughafen Hahn gehört zu 82,5 Prozent HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen. Das rheinland-pfälzische Innenministerium hat laut "DPA" den chinesischen Generalkonsul in Frankfurt um Informationen über mögliche Auswirkungen der HNA-Pleite auf den Flughafen Hahn gebeten.

Veruntreuung und andere Unregelmäßigkeiten

In China macht die Regierung unterdessen die Pleite des Konglomerats, das auch an zahlreichen Fluggesellschaften beteiligt ist, zum Kriminalfall. Drei Unternehmen der Gruppe teilten laut "DPA" mit, dass "Anteilseigner und andere zugehörige Parteien" umgerechnet 7,86 Milliarden Euro, "veruntreut" hätten. Zudem seien Kreditgarantien in Höhe von knapp sechs Milliarden Euro, auf "nicht konforme Weise" vergeben worden. Eine Arbeitsgruppe, die von der Regierung eingesetzt worden sei, gehe davon aus, dass 400 bis 500 Unternehmen, die mit HNA in Verbindung stehen, von der angekündigten Umstrukturierung betroffen sind.

Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" soll die HNA Group zerschlagen werden. Die vor einem Jahr eingesetzte Arbeitsgruppe unter Führung der Provinzregierung von Hainan suche strategische Investoren für eine Vielzahl von Beteiligungen, darunter auch Hainan Airlines, zitiert das Blatt eine "mit den Plänen vertraute Person". Dabei würden auch einige Aktionäre aussteigen, heißt es weiter. Eine Verstaatlichung solle möglichst vermieden werden.

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