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2. November 2021 | 16:37 Uhr
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Alltours will in Teilen der Kantine 2G-Regel anwenden

Der Düsseldorfer Veranstalter plant, einen Teil seiner Kantine gegen Covid-19 geimpften und davon genesenen Mitarbeitern vorzubehalten. Dort dürften sie uneingeschränkt zusammensitzen, während Ungeimpfte oder Menschen, die ihren Impfstatus nicht verraten wollten, weiterhin mit Masken unterwegs sein und Trennwände beim Essen akzeptieren müssten.

Alltours Dreischeibenhaus

Alltours, hier der aktuelle Firmensitz im Dreischeibenhaus, teilt die Kantine in Bereiche für Geimpfte und Ungeimpfte

 Aktuell sei die Kantine noch geschlossen, heißt es von dem Veranstalter. Nach ihrer Wiedereröffnung, deren genauer Termin noch nicht feststehe, könnte es aber einen 2G-Bereich geben, bestätigt ein Sprecher gegenüber Reise vor9. Laut Alltours sind mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter geimpft. Gut die Hälfte befinde sich zudem noch im Homeoffice; auch künftig werde ein Teil der Alltours-Beschäftigten von zu Hause aus arbeiten.

Rechtlich sei eine Trennung von Geimpften und Ungeimpften, anders als am Arbeitsplatz selbst, in der Kantine unproblematisch, zitiert die Tagesschau die Arbeitsrechtsexpertin Martina Hidalgo von der Wirtschaftskanzlei CMS. Denn die Kantine gehöre nicht zur Arbeitsleistung, die Mitarbeiter seien nicht auf den Zugang angewiesen, um ihre Arbeitsleistung zu erbringen. Zudem seien die meisten Kantinen privat organisiert und damit als Restaurants zu werten, so ein weiterer Arbeitsrechtler.

Alltours-Chef Willi Verhuven hatte früh damit begonnen, Geimpfte und Ungeimpfte unterschiedlich zu behandeln. Bereits im Februar kündigte er an, dass in den eigenen Hotels des Unternehmens von November an nur geimpfte und genesene Kunden unterkommen könnten. Auch die Teilnahme an den Inforeisen des Veranstalters für Reisebüros ist seit September an eine Impfung oder Genesung geknüpft.

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