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30. Januar 2020 | 08:00 Uhr
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Ameropa wechselt Insolvenzversicherer

Nach dem Verkauf durch die Bahn an die Beteiligungsfirma Liberta Partners scheidet der Veranstalter aus dem Deutschen Reisepreis-Sicherungsverein (DRS) aus und sichert seine Kundengelder bei der Hanse-Merkur-Tochter Tourvers ab. Außerdem sind Einzelleistungen bei Ameropa künftig nicht mehr als Pauschalreisen abgesichert.

Der Versicherungswechsel war notwendig geworden, weil mit TUI, DER Touristik und der Deutschen Bahn im DRS drei Großkonzerne die Kundengelder ihrer Veranstalteraktivitäten gegenseitig absicherten. Mit dem Verkauf entfällt für Ameropa die Konzernzugehörigkeit. Ohnehin ist fraglich, ob die preiswerte, aber umstrittene Absicherung der Kundengelder im DRS im Zuge der geplanten Neuregelung der Kundengeldabsicherung durch die Bundesregierung noch eine Zukunft hat.

Außerdem verabschiedet sich Ameropa von der Behandlung von Einzelleistungen, wie etwa Hotelbuchungen, als sogenannte gewillkürte Pauschalreisen. Durch diesen Kunstgriff wurden die Einzelleistungen wie Pauschalreisen abgesichert. In einer Mitteilung erklärt der Veranstalter, er folge damit "dem Aufruf der Tourismusbranche, Einzelleistungen zukünftig nicht mehr als Pauschalreise abzusichern". Tatsächlich dürften aber Kostengründe den Ausschlag gegeben haben. Da Ameropa als Kurzreisespezialist im Nahbereich einen hohen Anteil von Nur-Hotel-Buchungen hat, fällt die Kundengeldabsicherung ohne die Einbeziehung von Einzelleistungen deutlich günstiger aus.

Für alle DRS-Sicherungsscheine, die bis zum 31. Januar ausgegeben werden, übernimmt Tourvers laut Ameropa die Nachhaftung, sowohl für Pauschalreisen als auch für Einzelreiseleistungen.

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