Anreise zur ITB für viele Fachbesucher durch Krieg unmöglich
Der Krieg im Nahen Osten belastet den Start der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. Viele Fachbesucher und Aussteller aus Asien, Afrika, Australien und der Pazifikregion können wegen des Groundings der Golfcarrier nicht anreisen oder sind unterwegs gestrandet.
Messe Berlin
Viele Fachbesucher können wegen des Krieges im Nahen Osten nicht pünktlich anreisen
Die ITB wird am Montagabend feierlich eröffnet, das Business in den Messehallen startet am Dienstag, dem 3. März. In ihrer 60-jährigen Geschichte hat die ITB schon viele Krisen, Streiks und Proteste erlebt, aber auch kriegerische Auseinandersetzungen zwischen ausstellenden Staaten. Diesmal haben die Probleme bei der Anreise allerdings ein noch nie dagewesenes Ausmaß angenommen.
Die wichtigen Drehkreuze und Heimatflughäfen von Emirates, Etihad und Qatar Airways sind geschlossen, und die Flugzeuge der Golfcarrier stehen weltweit am Boden. Zwar gibt es oft Alternativen mit den National Carriern, Lufthansa oder Singapore Airlines aus vielen Reiseländern. Doch diese können die ausgefallene Kapazität nicht auffangen.
Ein Beispiel ist Mauritius, das Emirates teils mehrfach am Tag mit einem A380 anfliegt. Die Ferieninsel hat wie immer einen großen Auftritt auf der ITB geplant. Wie viele Anbieter aus Mauritius am Dienstag ihre Termine am Stand wahrnehmen können, bleibt unklar. Auch viele Touristiker aus Indien, Nepal oder Australien hatten Flüge über den Golf nach Berlin geplant. Diese Möglichkeit ist ihnen zunächst genommen.