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10. März 2020 | 07:00 Uhr
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Auch Reedereien setzen auf kurzfristige Stornomöglichkeit

Wegen der Buchungsflaute suchen immer mehr Kreuzfahrtreedereien ihr Heil in der Lockerung der Stornobedingungen. Geld zurück gibt es allerdings nicht, sondern nur Gutschriften für künftige Kreuzfahrten. Aber nicht alle glauben an solche Maßnahmen. Ein Überblick mit Stand 12. März.

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Nur noch 48 Stunden: Einige Reederei lassen wegen des Coronavirus Stornierungen bis zwei Tage vor Abfahrt zu

Cunard erlaubt für alle neuen und bestehenden Buchungen mit Abreise bis 31. August die Stornierung bis 48 Stunden vor Beginn der Kreuzfahrt. Die anfallenden Stornogebühren werden in eine Gutschrift für eine künftige Cunard-Kreuzfahrt umgewandelt, die bis Ende März 2022 angetreten werden muss.

MSC Cruises lässt Mittelmeer-Kreuzfahrten mit Abfahrt von März bis Juni ohne Kosten auf einen Zeitpunkt bis Februar 2021 im selben Zielgebiet umbuchen. Für Neubuchungen in Nordeuropa, der Karibik und im Mittelmeer mit Abfahrt bis 31. Juli gilt bis auf weiteres eine reduzierte Anzahlung von 50 Euro pro Person. Im Falle einer Stornierung bis 21 Tage vor Abfahrt fällt auch nur diese Anzahlung an.

Costa Kreuzfahrten ist als erste Reederei ihren Kunden entgegengekommen. Bis 30. April bietet Costa Kreuzfahrten für FIT-Neubuchungen bis zum 30 April unabhängig vom gebuchten Tarif die kostenlose Stornierung noch einen Tag vor der Abreise. Dies gilt für Kreuzfahrten, die im März oder April stattfinden.

Regent Seven Seas erlaubt, alle Törns mit Reisedatum bis 30. September, die bis 30. April gebucht werden, bis von 48 Stunden vor Abreise zu stornieren Dafür gibt es dann eine Gutschrift, die bis Ende 2022 für eine neue Kreuzfahrt eingelöst werden kann.

Royal Caribbean macht in der Stornierungspolitik einen radikalen Schritt. Jeder gebuchte Passagier kann seine Kreuzfahrt bis 48 Stunden vor Abreise stornieren. Dies gilt sowohl für neue als auch für bestehende Buchungen mit einem Abfahrtsdatum bis einschließlich 31. Juli 2020. Allerdings gibt es im Falle einer Absage von Seiten des Kunden kein Geld zurück, sondern eine Gutschrift über den vollen Preis, die dieses oder nächstes Jahr eingelöst werden kann. Die „Cruise with Confidence"-Richtlinie gilt auch für Celebrity Cruises und Azamara.

Silversea Cruises schließt sich der Aktion „Cruise with Confidence“ von Royal Caribbean an und gewährt ebenfalls bis zwei Tage für dem Ablegen die Möglichkeit, kostenlose zu stornieren. Für Törn vom 1. August bis 31. Dezember bis 30 Tage vorher von der Reise zurücktreten.

Norwegian Cruise Line nennt das Angebot "Peace of Mind". Bei NCL können Passagiere bis 48 Stunden vor Abfahrt kostenlos stornieren oder umbuchen. Zunächst begrenzt bis Ende September. Bei Stornierung werden Zahlungen in Form einer Gutschrift erstattet, die dann bis Ende 2022 eingelöst werden kann.

Princess Cruises hat die Stornobedingungen gestaffelt. Bei Kreuzfahrten mit Abfahrt vor dem 4. April gibt es bis 72 Stunden vor dem Start eine Gutschrift über die Stornogebühren, die bis Ende 2021 eingelöst werden kann. Abfahrten zwischen 4. April und 31. Mai können bis 31. März storniert werden. Wer von heute an bis Ende Mai trotzdem fährt, bekommt pro Kabine 200 US-Dollar Bordguthaben gutgeschrieben.

Oceania Cruises gewährt ebenfalls Stornierung bis zwei Tage von dem Start. Das gilt für Neubuchungen bis Ende April. Bei Oceania gilt die 48-Stunden-Frist für Abreisen bis Ende September.

Holland America Line bietet für alle Neubuchungen im März und April mit Abreisen bis zum 15. Oktober gesonderte Stornobedingungen an. Die Kreuzfahrten können bis 30 Tage vor Beginn storniert und die dafür anfallenden Gebühren für eine spätere Kreuzfahrt gutgeschrieben werden. Das Guthaben ist 90 Tage lang gültig.

Carnival Cruise Line schreibt für Kreuzfahrten mit Abreise bis Ende Mai die nicht erstattungsfähigen Stornogebühren gut. Dazu müssen die Törns mit Abfahrt bis Ende März spätestens drei Tage vorher storniert werden, die mit Abreise danach bis zum 31. März. Wer trotzdem fährt, dem winkt ein Bordguthaben zwischen 100 und 200 US-Dollar.

TUI Cruises, Aida und Transocean sehen keinen Grund, ihre Stornobedingungen zu lockern. Für die anstehenden Abfahrten seien die Schiffe „hervorragend ausgelastet“ heißt es von TUI Cruises. „Eine Veränderung unser Stornierungspraxis für neue Buchungen ist für uns daher kein passendes Mittel der Wahl.“

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