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27. Januar 2019 | 14:55 Uhr
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Bahnbeauftragter des Bundes fordert höhere Preise

Enak Ferlemann, Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr, hat die Bahn aufgefordert, ihre Tarife für Fahrkarten zu erhöhen. Auf diese Weise könnten die nötigen Investitionen für die Schiene finanziert werden, erklärte der CDU-Politiker gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Laut Ferlemann müsste das deutsche Schienennetz komplett digitalisiert werden. Doch das europäische Kontrollsystem ETCS, das die heutigen Stellwerke überflüssig machen würde, ist bislang nur an wenigen Streckenabschnitten in Betrieb. Um es bis 2040 flächendeckend einzuführen, müssten jedes Jahr 1,5 Milliarden Euro investiert werden, also noch einmal dieselbe Summe, die der Bund insgesamt in den Aus- und Neubau von Bahnstrecken steckt. Damit könnten aber auf demselben Streckennetz mehr Züge fahren, so Ferlemann.

"Die Bahn könnte die Preise anheben oder die Sondertarife reduzieren“, sagte der langjährige Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium der Zeitung. Schließlich stiegen auch die Personalkosten und neue Züge würden gebraucht. Zudem sei die Zeit "ruinösen Wettbewerbs" vorbei, da auch die Fernbusse teurer würden. "Für 19 Euro quer durch Deutschland, das kann nicht der Normalfall sein", erklärte Ferlemann.

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