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23. Januar 2020 | 07:00 Uhr
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Boeing-Grounding bis Sommer trifft Airlines hart

Der Flugzeugbauer geht davon aus, dass das Flugverbot für die 737 Max noch mindestens bis zum Sommer bestehen bleibt. Seit März vergangenen Jahres bleiben weltweit 370 Maschinen am Boden, nachdem eine fehlerhafte Software zwei Abstürzen verursacht hatte. Weitere 400 stehen fertig zur Auslieferung bereit.

Boeing 737 Max 8

Die Unglücksmaschine Boeing 7373 Max darf mindestens bis Sommer nicht wieder fliegen

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In Europa sind von dem Grounding der Boeing 737 Max vor allem Ryanair, Norwegian Air, Sun Express und Tuifly betroffen. In den USA haben die Fluggesellschaften American, United und Southwest den Unglücksflieger in der Flotte. In Asien setzte China Southern das jüngste Modell ein.

Erneute Software-Probleme lassen die Hoffnung auf eine schnelle Starterlaubnis durch die US-Luftfahrtbehörde schwinden. Vor Juni oder Juli wird die 737 Max laut Boeing nicht wieder fliegen, meldet die Tagesschau.

Die Boeing 737 Max war ein Verkaufsschlager. Denn mit größeren Triebwerken und Zusatztanks konnte der ursprüngliche Mittelstreckenjet kostengünstig auch auf der Langstrecke eingesetzt werden. 371 Flugzeuge waren bereits ausgeliefert und rund um den Globus im Einsatz, bis zu den zwei Abstürzen von Lion Air und Ethiopian Airlines.

Noch im Dezember hatte Boeing laut Wikipedia fast 5.000 Bestellungen für die 737 Max in den Austragsbüchern stehen. 400 Flugzeuge sind fertig gebaut und stehen teils auf den Mitarbeiterparkplätzen der Boeing-Angestellten bei Seattle. Wann sie ausgeliefert werden können, ist offen. Für die Airlines bedeutet die Ausweitung des Startverbots eine erneute Ausdünnung ihrer ursprünglichen Flugpläne oder zusätzliche Kosten für Ersatzmaschinen.

Für Boeing entwickelt sich die 737 Max zum finanziellen Desaster. Nach Einschätzung von Analysten schreibt der Flugzeugbauer wegen des Flugverbots jeden Monat eine Milliarde Dollar Verlust.

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