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27. März 2019 | 08:00 Uhr
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Branche begrüßt mehr Transparenz bei Rankings

Europäisches Parlament, Kommission und Rat haben sich in auf einen Richtlinienentwurf zur Durchsetzung und Modernisierung der EU-Verbraucherschutzvorschriften geeinigt. Damit wollen die EU-Gremien mehr Transparenz bei Rankings und Algorithmen schaffen, indem die Kriterien, nach denen Online-Marktplätze ihre Ergebnisse listen, offengelegt werden müssen. Der Dachverband BTW begrüßt die Entscheidung.

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Anders als die meisten aktuellen Regelungen aus Brüssel wertet der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) die Einigung im Rahmen des "New  Deal for Consumers"positiv. Sie sieht vor, dass Online-Portale die Kriterien, nach denen bei ihnen Rankings zustande kommen, offenlegen müssen. So müssten sie Kunden etwa darüber informieren, wenn die Höhe der Provision oder unternehmerische Verflechtungen bei der Listung von Produkten eine Rolle spielen. Damit werde eine wesentliche Forderung der deutschen Tourismuswirtschaft erfüllt, die die touristischen Verbände auch in einer gemeinsamen Stellungnahme im vergangenen Jahr in den Mittelpunkt gestellt hätten, urteilt der BTW.

BTW-Generalsekretär Michael Rabe erklärt, mehr Transparenz bei den Algorithmen für Online-Rankings sei sowohl im Sinne der Unternehmen der Tourismuswirtschaft als auch im Interesse ihrer Kunden "überfällig und unerlässlich". Verbraucher und Unternehmer müssten sich bislang viel zu häufig fragen, nach welchen Kriterien die Buchungsportale ihre Ergebnisse listen, wie also Rankings zustande kommen. Dass hier mehr Licht ins Dunkel gebracht werden solle, sei ein "wichtiger Schritt in die richtige Richtung". "Für genau diesen Transparenzzuwachs haben wir geworben", sagt Rabe.

Weiterhin kritisch sehe die Tourismuswirtschaft dagegen die ebenfalls im "New Deal for Consumers" vorgeschlagene Einführung einer Sammelklage, die in dieser Woche in den EU-Gremien weiter beraten wird, betont Rabe. Auch der DRV hatte sich in den vergangenen Tagen dahingehend geäußert.

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