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30. November 2023 | 13:49 Uhr
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Buchungen bleiben im Oktober auf hohem Niveau

Die Ende Oktober abgeschlossene Sommersaison endet nach Daten von Travel Data + Analytics (TDA) mit einem Umsatzplus von 12 Prozent im Vergleich zum Sommer 2019. Zum Vorjahr beträgt der Zuwachs 15 Prozent. Jedoch fehlen gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 12,5 Prozent der Kunden. Sorge bereitet das schwächelnde Ägypten-Geschäft.

Ägypten Nil

Der Oktober lief für die Reisebranche gut, doch eine schwache Nachfrage nach Ägypten-Reisen bereitet Sorge

Damit ist die Sommersaison 2023 die erste Reisesaison seit Ausbruch der Corona-Pandemie, die gemessen am Umsatz wieder eine positive Bilanz erreicht. Das Umsatzwachstum resultiert angesichts der gesunkenen Zahl an Buchungen aus gestiegenen Urlaubspreisen beziehungsweise -ausgaben. Mit einem positiven Ergebnis endet auch das gesamte Touristikjahr, das um sieben Prozent über dem von 2018/19 liegt.

Urlaubsreisen für die aktuelle Wintersaison wurden umsatzanteilig im Oktober nur unterdurchschnittlich gebucht. Daran dürften die Einbrüche für Ägypten, das in den Sog des Krieges in Nahost gerät, beteiligt sein, analysiert TDA. Auffällig hoch fallen die Frühbucherumsätze für die Sommersaison kommenden Jahres aus.

Viele Last-Minute-Buchungen 

Das Buchungsaufkommen bei pauschal oder in Bausteinen gebuchten Urlaubsreisen hält sich im Oktober weiterhin auf einem Niveau, das sowohl 2019 als auch 2022 übertrifft. 13 Prozent des Monatsumsatzes wurde im abgelaufenen Buchungsmonat noch Last Minute für Abreisen im Oktober gebucht. Am Endergebnis für die Sommersaison 2023 änderte das Kurzfristaufkommen zum Vormonat aber nichts mehr.

Insgesamt sind im abgelaufenen Touristikjahr 15 Prozent weniger Bundesbürger mit einer organisierten Veranstalterreise verreist als vor der Pandemie. Die zunehmende Erholung von Fernreisen und Kreuzfahrten im Laufe des Jahres gleicht zumindest einen Teil der fehlenden gebuchten Personen wieder aus: Zum Vorjahr steigt die Anzahl um acht Prozent.

Ägypten bereitet Sorge

Winterurlaube sind im Oktober umsatzanteilig mit 43 Prozent vertreten. Das sind sieben Prozentpunkte weniger als im Vorjahr oder auch im Oktober 2019. Kumuliert verliert die Wintersaison zum Vormonat, weist aber immer noch ein Wachstum von sieben Prozent gegenüber dem Vor-Corona-Winter und von 46 Prozent zum Vorjahreswinter auf. 

Anteilig dürften die Verluste auf das Konto von Ägypten gehen, das zu den beliebtesten Reisezielen im Winterhalbjahr gehört, so TDA. Das Land ist gemessen am Umsatz die Nummer zwei nach den Kanaren. Mit dem Beginn des Israel-Krieges in Gaza sind die Urlaubsbuchungen für Ägypten nach Angaben der Marktforscher zunächst stark eingebrochen. Zwei Wochen später haben sie sich zwar wieder etwas stabilisiert, allerdings auf einem deutlich niedrigeren Umsatzniveau. Insgesamt sind die Buchungen für Ägypten im Oktober zum Vormonat laut TDA um ein Drittel zurückgegangen.

Hohe Frühbucherumsätze 

Außergewöhnlich hoch fallen die Frühbucherumsätze für die Sommersaison 2024 aus. Sie stehen im Oktober für 44 Prozent des Monatsumsatzes. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht dies einem Zugewinn von elf Prozentpunkten. Verglichen mit dem Oktober 2019 liegt der Zuwachs bei fünf Prozentpunkten. „Die endgültige Rückkehr der Frühbucher und das starke Aufkommen für Sommerurlaube im kommenden Jahr sind vielversprechende Vorzeichen für das neue Touristikjahr, sofern auch die aktuelle Wintersaison auf Kurs bleibt und der Nahost-Krieg keine weiteren Kreise zieht“, erläutert Alexandra Weigand, Director Sales & Consulting bei TDA, die Zahlen.

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