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9. März 2020 | 13:50 Uhr
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Bustouristik rechnet mit einer halben Milliarde Euro Schaden

Das geht aus einer Umfrage des Bustouristik-Verbands RDA zu den Effekten der Corona-Krise hervor. Besonders stark betroffen seien Unternehmen in Bayern, gefolgt von Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Der RDA fordert nun die Bereitstellung zusätzlicher Kredite.

Die Schäden durch ausbleibende Buchungen, Stornos, Reiseabsagen, stornierte Busanmietungen, gezahlten Vertriebsprovisionen und Reisevorleistungen ohne Rückerstattungsanspruch dürften sich auf 300 bis 500 Millionen Euro summieren, so der Verband. Ausbleibende Buchungen machten rund 42 Prozent der Schadenssumme aus, stornierte und abgesagte Reisen seien für weitere 40 Prozent verantwortlich. Kosten für stornierte Busanmietungen bildeten rund elf Prozent der Schadenssumme und bereits gezahlte Vertriebsprovisionen und Reisevorleistungen ohne Rückerstattungsanspruch weitere sieben Prozent.

"Die Lage ist ernst, alle sind betroffen. Der RDA-Vorstand erwartet eine deutliche Zuspitzung in den kommenden vier Wochen“, sagt Verbandspräsident Benedikt Esser. Der RDA fordert für die Bus- und Gruppentouristik die "zeitnahe" Bereitstellung zusätzlicher KFW-Betriebsmittel mit einem Gesamtvolumen von 500 Millionen Euro auf Basis des bestehenden KFW-Unternehmerkredits KMU (047). Dieser soll unter anderem einen Einheitszinssatz, eine Laufzeit von 60 Monaten, davon zwölf Monate tilgungsfrei, und eine Kreditsumme bis zu fünf Prozent des Vorjahresumsatzes, bei maximal einer Million Euro pro Antragsteller umfassen.

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