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30. November 2021 | 16:31 Uhr
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Celestyal Cruises erhält Geldspritze von Finanzinvestor

Searchlight Capital Partners beteiligt sich über die neue Holdinggesellschaft Celestyal Holdings an der griechischen Reederei. Die Investmentfirma und der Gesellschafter Louis Group kündigen eine Vergrößerung und Erneuerung der Flotte an.

Celestyal Crystal Foto Celestyal Cruises

Celestyal Cruises, hier die Crystal, hat eine Finanzspritze von einem Investor erhalten

Laut dem Fachportal Seatrade Cruise News pumpt Searchlight zunächst insgesamt 40 Millionen Euro in das Unternehmen. Weitere 30 Millionen sollen in Ausbau und Erneuerung der Flotte fließen, die bislang aus zwei Schiffen besteht. Die Louis Group werde auch unter dem neuen Investor Anteilseigner der Holdinggesellschaft sein, heißt es.

"Die Kapitalzufuhr von Searchlight wird unsere Wachstumsstrategie vorantreiben und unseren Flottenerneuerungsplan beschleunigen", kündigt Chris Theophilides, CEO von Celestyal Cruises, an. Die Saison 2022 sehe "schon jetzt solide aus", sagt er. Ralf Ackermann, Partner von Searchlight erklärt, man werde "die Position des Unternehmens als führender Kreuzfahrtanbieter im östlichen Mittelmeerraum stärken und die einzigartigen authentischen Erlebnisse und die operative Präsenz verbessern".

Erste Reisen ab März

Celestyal Cruises hatte im August mit der Ankündigung Aufsehen erregt, dass alle geplanten Reisen von September bis kommenden März gestrichen würden. Celestyal-Chef Theophilides hatte das damit begründet, dass seine wichtigsten Quellmärkte im Winter durch Reisebeschränkungen beeinträchtigt seien. Andere Quellen mutmaßten bei der Reederei Finanzprobleme, die nun vorerst ausgeräumt sein dürften.

Am 14. März will Celestyal Cruises nun wieder mit Drei- und Vier-Nächte-Kreuzfahrten starten, gefolgt von Sieben-Nächte-Kreuzfahrten, die vom 30. April an stattfinden sollen. Auf den Reisen werden Ziele in Griechenland, der Türkei, Israel, Ägypten und auf Zypern angelaufen.

Anfang September hatte die Reederei angekündigt, die Celestyal Experience, die sie erst 2020 gekauft hatte, wieder zu verkaufen und weiterhin nur zwei Schiffe einzusetzen. Die Experience, die zuvor als Costa Neoromantica, kam damit für Celestyal nie zum Einsatz. Dem Vernehmen nach soll sie in Pakistan verschrottet werden.

Christian Schmicke

 

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