Clia-Chef sieht große Chancen für Kreuzfahrtvertrieb
Der Chef des Kreuzfahrtverbandes Clia, Charles "Bud" Darr, sieht die Kreuzfahrt vor einer Wachstumsphase und ruft Reisebüros dazu auf, die Marktchancen zu nutzen. 2025 zählte die Branche weltweit 37,3 Millionen Passagiere, bald könnten es mehr als 40 Millionen sein. Rückenwind geben Wiederholer, jüngere Zielgruppen und Investitionen in 89 neue Schiffe.
iStock/StudioBarcelona
Kreuzfahrten erfahren laut Clia-CEO Darr weiterhin kräftigen Rückenwind
Darr nennt die Lage der Kreuzfahrtbranche "exzellent". Der globale Präsident und CEO des Kreuzfahrtverbands Clia sieht für den Vertrieb eine Phase mit ungewöhnlich vielen Chancen. Weltweit reisten im vergangenen Jahr 37,3 Millionen Menschen mit Kreuzfahrtschiffen. Diese Zahl werde im kommenden Jahr deutlich steigen, sagte Darr dem Fachmedium Travel Weekly. Die Marke von 40 Millionen Passagieren werde "bevor man sich versieht" erreicht.
Darr warb auf der Clia-Konferenz in Southampton dafür, das Geschäft stärker zu nutzen. Der Vertrieb spiele im Kreuzfahrtmarkt eine wichtige Rolle und habe mit dem Produkt weiter gute Perspektiven.
Jüngere Kunden rücken in den Fokus
Auf der Bühne sprach Darr von einem "Land der Möglichkeiten". Die Branche verzeichne hohe Wiederholungsraten: 90 Prozent der bisherigen Kreuzfahrtkunden wollten wieder eine Reise auf See buchen. Zugleich sei mehr als ein Drittel der Gäste weltweit jünger als 40 Jahre. Hinzu komme ein wachsender Markt potenzieller Neukunden. Drei Viertel der Menschen seien offen für eine Kreuzfahrt, sagte Darr.
Die Nachfrage werde auch durch eine jüngere Generation getragen, die starkes Interesse zeige. Parallel investieren die Reedereien laut Darr 88 Milliarden Dollar in 89 bestellte Schiffe. Damit entstehe für den Vertrieb ein breites und vielfältiges Produktangebot.
Wachstum soll nachhaltiger werden
Trotz der positiven Aussichten sprach der Clia-Chef auch offene Baustellen an. Dazu zählten Regulierung, Destinationsmanagement und Nachhaltigkeit. Der Verband müsse den Gemeinden zuhören und deren Sorgen ernst nehmen, wenn Anwohner den Eindruck hätten, Kreuzfahrten trügen überproportional zu hohen Besucherzahlen bei.
Darr forderte zugleich die lokalen Entscheidungsträger zur Zusammenarbeit auf. Sie müssten bereit sein, sich mit der Branche an einen Tisch zu setzen. Clia sei motiviert, ein guter Partner zu sein. Ohne Partner auf der anderen Seite lasse sich die Lage an einzelnen Orten aber nur schwer verändern.
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