Aktuell läuft bei Condor der Austausch der bestehenden Langstreckenflotte. Er soll bis Mitte 2024 abgeschlossen sein. Zwei weitere Flugzeuge waren bereits geordert worden; nun sollen noch einmal fünf hinzukommen.
Bisher hatte vor allem die Tatsache einen Flottenausbau verhindert, dass Condor zweimal – zunächst nach der Thomas-Cook-Insolvenz und dann im Zuge der Corona-Pandemie staatliche Hilfskredite erhalten hatte. Diese durften nicht zu Expansionszwecken verwendet werden, um eine Wettbewerbsverzerrung zu verhindern. Zum Herbst laufen die Beschränkungen aus.
Um auf der Nah- und Mittelstrecke für zusätzliches Angebot zu sorgen, hatte der Condor-Eigner, der Finanzinvestor Attestor, mit Marabu eine Schwestergesellschaft mit Sitz in Estland gegründet. Wegen fehlender Flugzeuge verlief der Start des neuen Ferienfliegers allerdings ausgesprochen holprig.
