Tägliche News für die Travel Industry

29. Juli 2020 | 07:00 Uhr
Teilen
Mailen

Corona-Reiseregeln in Deutschland werden immer komplexer

Mecklenburg-Vorpommern verlangt von Rückkehrern aus Risikogebieten neben dem obligatorischen Test bei der Einreise einen zweiten Covid-19-Test, damit sie einer Quarantäne entgehen. Einen negativen Test brauchen auch Besucher aus dem bayerischen Landkreis Dingolfing-Landau, wenn sie in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz Urlaub machen wollen.

Der negative Befund für Besucher aus dem Landkreis dürfe nicht älter als 48 Stunden sein, heißt es. Nach einem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming, das zum Landkreis Dingolfing-Landau gehört, lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen dort bei 191. Sie ist damit fast viermal so hoch wie der Grenzwert 50, an dem sich viele Städte und Regionen bei der Lockerung oder Verschärfung von Corona-Regeln orientieren.

Doppel-Tests für Rückkehrer

Mecklenburg-Vorpommern verschärft die Regeln für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten zusätzlich zu der erst am Montag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekündigten Einführung verpflichtender Tests . Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hält das Ergebnis eines einzigen Tests nicht für aussagekräftig genug, weil es wegen der Inkubationszeit der Krankheit einige Tage später wieder hinfällig sein kann. Deshalb soll zunächst bei der Einreise aus einem solchen Gebiet ein erster Test genommen werden, nach fünf bis sieben Tag dann ein zweiter. Erst wenn zwei Tests negativ seien, könne die Quarantäne beendet werden, kündigte die Ministerpräsidentin an.

Die verschärfte Quarantäneregelung soll von diesem Donnerstag an gelten. Das Land übernehme die Kosten für die Tests, heißt es.

Kennen Sie schon den täglichen Podcast von Reise vor9? Alles Wichtige für Reiseprofis in drei Minuten. Einfach mal reinhören:

Anzeige Reise vor9