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25. März 2021 | 15:34 Uhr
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Mailen

Costa plant Neustart zunächst mit nur zwei Schiffen

Während das 2020 in Dienst gestellte LNG-Schiff "Costa Smeralda" seine ersten Reisen im Mai ausschließlich zu italienischen Häfen macht, soll die "Luminosa" vom italienischen Triest nach Kroatien und Griechenland fahren. Im Sommer hofft Geschäftsführer Jörg Rudolph (Foto) auf weitere Routen.

Rudolph Jörg

Jörg Rudolph hofft auf einen Normalisierung des Betriebs im Laufe des Sommers

Nachdem die für Ende März angekündigte Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs aufgrund aktueller Pandemie-Bestimmungen verschoben werden musste, soll nun der 1. Mai der Starttermin für die ersten Costa-Fahrten in diesem Jahr sein. Die zunächst rein italienische Reiseroute der "Costa Smeralda" bleibt gegenüber früheren Plänen unverändert. Das neue Flaggschiff der Reederei soll Gäste auf siebentägigen Kreuzfahrten von Savona nach Civitavecchia, Neapel, Messina, Cagliari und La Spezia bringen. Vom 12. Juni an sind wieder einwöchige Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer geplant. Neben den italienischen Häfen Savona, Civitavecchia und Palermo sollen dann auch wieder Marseille, Barcelona und Palma de Mallorca angelaufen werden.

Vom 16. Mai soll dann auch die "Costa Luminosa" wieder zum Einsatz kommen. Ihre einwöchigen Kreuzfahrten ab Triest führen laut aktuellen Plänen nach Kroatien und Griechenland: Die Routen seien "in Übereinstimmung mit dem neuen Aktionsplan für die Wiederaufnahme des internationalen Tourismus in Griechenland bestätigt" worden, sagt Rudolph. Darüber hinaus arbeite man mit den nationalen und lokalen Behörden der Länder zusammen, die auf den Routen der Schiffe außerhalb Italiens liegen, um die Details der Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs auch dort festzulegen.

Vorsichtiger Angebotsausbau

Im weiteren Verlauf der Saison kalkuliert Costa-Deutschland-Chef Rudolph mit drei Schiffen im Mittelmeer und einem bis zwei Schiffen in Nord- und Ostsee. Zum Winter sollen dann Routen in der Golfregion und der Karibik hinzukommen. Dann startet die "Pacifica" vom 17. Dezember an für elf Tage ab Dubai und fährt dabei Bahrain an. Und die "Fascinosa" soll vom 16. Dezember an Karibik-Reisen ab Pointe-A-Pitre unternehmen.

Die Kanaren, die sich TUI-Cruises und die Costa-Tochter Aida Cruises schon im Winter für den Neustart ausgesucht hatten, kommen für die italienische Carnival-Tochter nicht als Einzeldestination in Frage. Kunden aus Italien, Frankreich und Spanien, den drei wichtigsten Costa-Quellmärkten, wollten meist vom eigenen Land aus reisen und nicht zum Ausschiffungshafen fliegen, erklärt Rudolph zur Begründung.

Covid-Versicherung und Getränkepaket  

Zum Neustart nimmt Costa einige Neuigkeiten mit an Bord. Dazu zählen PCR-Tests an Bord, die den Gästen vor der Rückreise angeboten werden sollen. Die Tests würden innerhalb von 72 Stunden vor der Ausschiffung im Herkunftshafen durchgeführt und kosteten 40 Euro pro Passagier, so Rudolph. Dieser Test werde zusätzlich zu dem obligatorischen, kostenlosen Test durchgeführt, den Costa Passagieren und Crewmitgliedern kurz vor der Einschiffung anbietet. Wenn Herkunftsländer der Gäste die Testung verpflichtend bei der Rückkehr verlangten, werde man die Tests am Ende der Reise wohl ohne Zusatzkosten anbieten, kündigt der Costa-Manager an.

Außerdem spendiert die Reederei Kunden, die ihre Reise vom 7. April bis Ende Mai buchen, eine Covid-19-Versicherung, ein Getränkepaket und ein Internet-Paket mit 250 MB Datenvolumen. Alle Kreuzfahrten können bis 15 Tage vor der Abfahrt kostenlos umgebucht werden.

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