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18. Mai 2020 | 07:00 Uhr
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Der Flug ist noch das größte Problem für den Sommerurlaub

In dieser Woche will Außenminister Heiko Maas mit Nachbarstaaten und Urlaubsländern am Mittelmeer über die Wiederaufnahme von Reisen reden. Die weltweite Reisewarnung will er nicht verlängern. Das Flug-Problem ist für den Minister aber bislang ungelöst.

Flugzeug leere Sitzreihe in Rot Foto iStock Hakinmhan.jpg

Fliegen in Zeiten von Corona ist für Außenminister Heiko Maas ein ungelöstes Problem

Knallvolle Urlaubsflieger kann sich Bundesaußenminister Heiko Maas derzeit nicht vorstellen. Es reiche nicht, „nur Abstand am Flughafen zu wahren, sondern das muss auch im Flugzeug gewährleistet sein. Ob das durch freibleibende Sitze geschieht, ob das durch Dinge, die dort eingebaut werden, geschieht, das ist zurzeit Gegenstand vieler Gespräche mit den Fluggesellschaften“, sagte Maas im Interview mit dem Deutschlandfunk. Aber: „Das ist eines der Probleme, das noch nicht gelöst ist.“

Er könne verstehen, dass „die Fluggesellschaften, die viel Geld verloren haben in den letzten Wochen, das jetzt so schnell wie möglich wieder aufholen wollen, aber das kann nicht zulasten der Abstandsregel gehen“, so Maas weiter. „Ich sehe noch keine komplett für mich überzeugende Lösung dafür, das muss aber gewährleistet sein.“

Mitte Juni könnte aus der Reisewarnung ein Reisehinweis werden

Diese Woche will Maas mit Nachbarländern und den Hauptreisezielen deutscher Touristen über die Öffnung der Grenzen und einheitliche Regeln für Reisen reden. Dabei geht es unter anderem um Italien, Frankreich, Griechenland, Spanien, Kroatien und die nordischen Länder.

„Ich hoffe, dass wir bis Mitte Juni, solange die Reisewarnung noch gilt, für jedes Land eine Vereinbarung haben, was es heißt, dorthin zu kommen, welche Dinge zu berücksichtigen sind und aus der Reisewarnung dann Reisehinweise werden, damit die Leute wissen, was sie erwartet“, so Maas zum Deutschlandfunk. In der Tagesschau kündigte er gestern an, dass die weltweite Reisewarnung nicht verlängert werde.

Bei Fernreisen winkt Maas weiter ab. „Ich wäre zumindest sehr, sehr vorsichtig, wenn ich mir etwa das Infektionsgeschehen in Nordamerika, aber auch Südamerika anschaue.“ Südamerika habe den Höhepunkt der Krise wahrscheinlich noch vor sich und in den USA rechnet Maas damit, dass die Quarantänebestimmungen noch länger aufrechterhalten werden.

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