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24. November 2021 | 15:56 Uhr
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DER-Touristik-Geschäft lief 2021 besser als Gesamtmarkt

Dertour und die Schwestermarken hätten das Geschäftsjahr 2020/21 trotz schwieriger Bedingungen mit einem Plus gegenüber dem Vorjahr abschließen und auf der Mittelstrecke Marktanteile gewinnen können, sagt CEO Ingo Burmester (Foto). Der Umsatz habe um knapp 60 Prozent unter dem des Touristikjahres 2018/19 gelegen, und damit laut DRV-Statistik über dem Markt, der 69 Prozent verlor.

Burmester Ingo DER Touristik CEO Central Europe

Ingo Burmester ist für den Sommer 2022 optimistisch

Nach einer coronabedingt schwachen Wintersaison zeige der Blick auf die Sommersaison 2021 eine positive Entwicklung, so Burmester. Über alle Ziele hinweg habe der Konzern im vergangenen Sommer mehr als die Hälfte des Vor-Corona-Umsatzvolumens erreicht. Dabei seien die Urlaubsziele am Mittelmeer und in Europa insgesamt auf beachtliche 80 Prozent des Vor-Corona-Niveaus gekommen, wobei beispielsweise Griechenland und die Türkei sogar besser abgeschnitten hätten als vor Corona und ein Plus von 20 beziehungsweise 15 Prozent gegenüber dem Sommer 2019 erzielten.

Auch die Vorausbuchungen für den Sommer 2022 seien "sehr erfreulich", sagt der DER-Touristik-Chef. Gerade die Buchungseingänge der letzten Wochen hätten deutlich gezeigt, dass die "Reiselust nach der Zwangspause größer denn je“, sei, erklärt Burmester. Viele Ziele seien stärker gebucht als zum selben Zeitpunkt vor Corona. Dazu zählten beispielsweise die Kanaren. Auch die Buchungseingänge für Ägypten seien doppelt so hoch wie zum selben Zeitpunkt vor Corona, die Malediven sogar fast dreimal so stark gebucht, und auch Dubai vereine bereits dreimal mehr Gäste auf sich als zum selben Zeitpunkt vor Corona. Positiv entwickelten sich auch Thailand und die USA, so der Manager.

Allerdings beeinflusse nun die Coronasituation in Deutschland und Österreich die Buchungseingänge. "Mit der veränderten Lage und den neuen Maßnahmen haben sich die Buchungseingänge seit einigen Tagen etwas abgeschwächt. Die Menschen warten aktuell noch ab", sagt Burmester, der aber nicht mit "nachhaltig negativen Effekten" rechnet. "Die Phase der Zurückhaltung wird nur kurz sein", hofft er. Gebucht wird seit Beginn der Pandemie deutlich kurzfristiger als zuvor. Im Schnitt erfolgten Buchungen aktuell vier bis sechs Wochen vor Reisebeginn. 25 Prozent entfallen auf den kommenden Sommer und 75 Prozent auf die laufende Wintersaison.