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2. August 2022 | 14:48 Uhr
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DER-Touristik-Suisse-Chef attackiert Airlines und Airports

Dieter Zümpel attestiert Airlines und Flughäfen in diesem Sommer "menschliches Versagen". Manche Fluggesellschaften täten so, "als würde Weihnachten überraschend kommen", kritisiert der DER-Touristik-Suisse-Chef.

Zümpel Dieter

Dieter Zümpel wirft der Airline-Branche Fehlplanungen vor

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Während von Verbraucherschützern, aus der Politik, von Gewerkschaften und von diversen Verbänden deutliche Kommentare zu Flugstreichungen, Flugzeitenänderungen und Abfertigungschaos an den Flughäfen zu hören sind, hält sich das Management der Reiseveranstalter zu dem Thema bislang – zumindest in der Öffentlichkeit – weitgehend zurück. Nun hat DER-Touristik-Suisse-Chef Zümpel, früher in Diensten von TUI und Alltours, gegenüber den Zeitungen von CH Media Klartext gesprochen.

Es sei zwar klar, dass die Airlines und Bodenabfertigungsfirmen in der Krise Stellen abbauen mussten, sagte er, aber im Management sei "ein gewisses Vorausschauen" erforderlich: "Das habe ich bei einigen Airlines vermisst." Wenn man einen Flugplan aufsetze, sei dafür die Ausstattung mit dem nötigen Personal nötig. "Das ist ein einfacher Dreisatz! Aber nun tun manche Airlines so, als würde Weihnachten überraschend kommen", so der Veranstalter-Chef. Die stark gestiegene Buchungsnachfrage im Sommer sei schließlich auch durch das größere, offensichtlich nicht realistische Flugangebot der Airlines zustande gekommen.

Falsch geplant

Nun bleibe es den Veranstaltern überlassen, die Reisen der Gäste umzubuchen. "Fakt ist, dass viele Airlines, Flughäfen und Bodenabfertiger falsch geplant haben", stellt Zümpel fest. Auch den Schweizer Platzhirsch Swiss zählt er zu den Verursachern der Misere. „Ich kann nicht verbergen, dass die Zusammenarbeit mit der Swiss seit Pandemie-Beginn oftmals schwierig ist. Da hat sich vieles aufgestaut“, sagt er. Die Fluggesellschaft betone stets, die anderen seien schuld. "Das ist keine partnerschaftliche Beziehung, das empfinde ich als arrogant", wettert Zümpel.

Er schließe nicht aus, dass manche Kunden nun lieber mit dem Auto verreisten, warnt der erfahrene Manager. Denn die Bilder von Passagierschlangen und Meldungen von verlorenen Koffern machten keine große Lust aufs Reisen. Außerdem sei das Fliegen generell wegen der steigenden Kerosinkosten teurer geworden.

Christian Schmicke

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