Dertour-Suisse-CEO sieht Hotelplan-Integration auf Kurs
Dertour Suisse kommt bei der Integration von Hotelplan nach Einschätzung von CEO Stephanie Schulze zur Wiesch (Foto) gut voran. Durch den Kauf wachse Dertour Suisse auf rund eine Milliarde Franken Umsatz, sagte sie der Schweizer Handelszeitung. Weitere Stellenabbaupläne gebe es derzeit nicht.
Dertour Suisse
Stepanie Schulze zur Wiesch sieht den Schweizer Dertour-Ableger bei der Integration der Hotelplan-Marken auf Kurs
Schulze zur Wiesch beschreibt die Übernahme gegenüber der Handelszeitung als "Vorzeigeprojekt" innerhalb der Dertour-Gruppe. Die Schweiz stehe im Fokus der Konzernzentrale, doch sie selbst lasse sich davon nicht stressen. Es gehe bei der Integration von Kuoni und Hotelplan darum, zwei gleichwertige Unternehmen zusammenzuführen und daraus ein neues, zukunftsgerichtetes Unternehmen zu formen.
Dabei setzt die Managerin bewusst auf interne Teams. Kuoni-Mitarbeiter schulen Hotelplan-Mitarbeiter, beide Seiten arbeiten in Tandems. So solle nicht nur Technik übertragen werden, sondern auch kulturelle Integration gelingen. Teure Berater seien nicht im Haus. Es sei ihr Ansporn, zu beweisen, dass es auch ohne sie gehe. Im Zuge der Integration fallen 250 Stellen weg. Einen weiteren Abbau im Herbst werde es nicht geben, so die Dertour-Suisse-Chefin.
Schweizer buchen hochwertiger
Im Markt sieht Schulze zur Wiesch klare Unterschiede zwischen Schweizer und deutschen Kunden. Schweizer Reisende schätzten Beratung und stellten hohe Ansprüche an ihren Urlaub. Das perfekte Erlebnis stehe vor dem Reisepreis. Deutsche stiegen dagegen häufig über Preisvergleiche in die Urlaubsplanung ein.
Der Durchschnittswert für eine Woche Strandurlaub liege in Deutschland bei rund 1.000 Euro. Schweizer zahlten 1.500 bis 2.000 Franken, bei Individualreisen über Spezialisten noch deutlich mehr. Auch die Generation Z sei teils bereit, viel Geld für Urlaubsreisen auszugeben.
Die Vielfalt an Marken, darunter Kuoni, Helvetic Tours, Hotelplan, Railtour, Migros Ferien und Private Safaris, will das Unternehmen in der Schweiz derzeit nicht antasten. In der KI-Suche tauchten Marken mit klarem Leistungsversprechen schneller auf, sagt Schulze zur Wiesch. Wer im Portfolio streiche, müsse sicher sein, sich damit nicht zu schaden.
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