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8. Mai 2017 | 15:19 Uhr
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Deutsche Touring sucht Investoren

Fünf Wochen, nachdem der traditionsreiche Fernbusanbieter in die Insolvenz schlitterte, laufen der Busbetrieb und die Buchungen laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter Miguel Grosser wieder normal. Die Deutsche Touring sei "voll handlungsfähig“, sagt Grosser. Die Mitarbeiter hätten die ersten Insolvenzgeldzahlungen für den Monat April pünktlich erhalten. Für insgesamt drei Monate springt die Arbeitsagentur bei der Zahlung der Gehälter ein, deshalb drängt die Zeit. Grosser will als nächstes ein Konzept für die Fortführung des Unternehmens erstellen, um anschließend potenzielle Investoren anzusprechen.

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Die Deutsche Touring hatte Anfang April, nur wenige Wochen nach der Ankündigung einer Kooperation mit dem Fernbusanbieter Dein Bus, Insolvenzantrag gestellt. Zusammen sind beide hinter dem übermächtigen Marktführer Flixbus, der gemessen an den angebotenen Kilometern mehr als 90 Prozent des Marktes beherrscht, die Nummer zwei im Markt. Die ehemalige Bahn-Tochter, die heute zu 83 Prozent dem spanischen Betreiber Ibero Eurosur und darüber hinaus der Europäischen Reiseversicherung gehört, betreibt nach eigenen Angaben 260 Linien und Zubringerstrecken in 34 europäischen Ländern. Sie beschäftigt aktuell 114 Mitarbeiter und setzte inklusive ihrer drei Auslandstöchter im vergangenen Jahr knapp 43 Millionen Euro um. Die Tochtergesellschaften in Kroatien, Serbien und Tschechien mit weiteren 112 Mitarbeitern sind nicht von der Insolvenz betroffen.

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