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21. Juli 2022 | 17:37 Uhr
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DRV sieht Flusskreuzfahrten im Trend

Für dieses Jahr rechneten die Flussreiseanbieter mit einem Umsatzniveau und Gästevolumen wie im Vor-Corona-Jahr 2019, sagt der Phoenix-Reisen-Geschäftsführer und stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses Kreuzfahrt im DRV, Benjamin Krumpen (Foto). Allerdings kämpft die Branche derzeit mit Problemen durch niedrige Pegelstände.

Krumpen Benjamin

Benjamin Krumpen sieht die Flussreisesparte im Aufwind

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Aktuell ist die Flussschifffahrt operativ stark mit den niedrigen Pegelständen auf Europas Flüssen beschäftigt. Denn es drohen Einschränkungen auf den Wasserwegen, auch für Flusskreuzfahrten. Auf der Donau müssen Reedereien bereits jetzt die Fahrpläne ändern. So kann etwa die ungarische Hauptstadt Budapest derzeit nicht angelaufen werden. Zwischen Straubing und Passau könnten derzeit nur Schiffe mit geringem Tiefgang fahren, berichtet die FVW. Und auch am Oberrhein komme es zu Problemen.

Generell zeigt sich die Branche aber optimistisch. "Genau wie bei anderen Reisearten sehen wir, dass die Reiselust der Kunden zurück ist und sie die Reisefreiheit nach zwei Jahren Pandemie in diesem Sommer wieder genießen wollen", berichtet Phoenix-Chef Krumpen. Ausflüge und Programme an Bord und an Land fänden uneingeschränkt wieder statt. Das honorierten nicht nur die Stammgäste, sondern auch neue Zielgruppen würden verstärkt mit einer erweiterten Angebotspalette angesprochen. So gebe es zum Beispiel Schiffe, die speziell für Familienreisen oder für den Aktivurlaub mit dem Fahrrad ausgelegt seien.

Nachfrage vor allem in Deutschland stark

Beliebtestes Fahrtgebiet in Deutschland ist laut DRV mit Abstand der Rhein. Die Mosel, der Main/Donau-Kanal und die Elbe folgten in der Beliebtheitsskala. "Die Schiffe sind sehr gut ausgelastet. Für dieses Jahr rechnen die Flussreiseanbieter mit einem Umsatzniveau und Gästevolumen wie im Vor-Corona-Jahr 2019 – gerade auf Deutschlands Flüssen und auf der Donau. Wir erleben ein Comeback der Flusskreuzfahrt", so Krumpen. Etwas verhaltener entwickele sich dagegen das Geschäft auf Flüssen außerhalb Europas – wie etwa dem Nil. Hier sei aber ebenfalls ein klarer Trend nach oben zu erkennen.

Die Vorausbuchungen für das nächste Jahr entwickelten sich vor allem für deutsche Flüsse ebenfalls vielversprechend. Bei den meisten Anbietern gebe es für 2023 bereits zahlreiche Frühbucherangebote. Das Preisniveau sei in diesem Jahr zudem sehr stabil gewesen, erklärt Krumpen.

Insgesamt brach der Umsatz der Anbieter von Flussreisen für in- und ausländische Fahrtgebiete während der Pandemie-Zeit um rund zwei Drittel weg – die Passagierzahlen sanken von über 700.000 im Jahr 2019 auf etwas über 200.000 im vergangenen Jahr.

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