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21. Mai 2026 | 16:27 Uhr
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Easyjet Holidays steigt in Deutschland ins B2B-Geschäft ein

Easyjet Holidays will ab dem ersten Halbjahr 2027 Pauschalreisen über 500 stationäre Reisebüros im Großraum Berlin verkaufen. Parallel belasteten hohe Kerosinpreise und späte Buchungen die Halbjahresbilanz des Mutterunternehmens Easyjet. Der Verlust vor Steuern stieg auf 638 Millionen Euro, eine Gewinnprognose gibt der Konzern weiter nicht ab.

Easyjet

Easyjet Holidays will im deutschen Markt mithilfe von Reisebüros wachsen

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Der Schritt im deutschen B2B-Geschäft ist Teil der europäischen Wachstumsstrategie des Reiseveranstalters von Easyjet. Das Unternehmen will seine Präsenz in wichtigen Quellmärkten über Großbritannien hinaus ausbauen. Deutschland spielt dabei laut dem Unternehmen eine besondere Rolle, weil hierzulande ein großer Teil der Pauschalreisen weiterhin über den stationären Vertrieb verkauft wird.

Kevin Keogh, Europadirektor von Easyjet Holidays, nennt Deutschland eine "äußerst spannende Chance". Die Zusammenarbeit mit 500 Reisebüros im Großraum Berlin sei ein wichtiger Meilenstein. Da Pauschalreisen in Deutschland überwiegend im Reisebüro verkauft würden, sei die enge Kooperation mit Vertriebspartnern der richtige Weg.

Die Expansion fällt in eine Phase, in der die Airline selbst unter Druck steht. Höhere Treibstoffkosten und eine schwer berechenbare Nachfrage prägen die Halbjahreszahlen. Easyjet meldete für das erste Geschäftshalbjahr bis Ende März einen Verlust vor Steuern von 638 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus bei 464 Millionen Euro gelegen. Unter dem Strich stieg der Fehlbetrag nun auf 436 Millionen Euro.

Der Umsatz wuchs zugleich um zwölf Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Die Zahl der beförderten Passagiere legte um sechs Prozent auf 42 Millionen zu. Die höheren Betriebskosten fraßen diesen Zuwachs jedoch auf. Konzernchef Kenton Jarvis hatte bereits im April vor einem deutlich höheren Halbjahresverlust gewarnt

Keine Prognose für das Geschäftsjahr

Easyjet gibt weiterhin keine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr ab, das Ende September endet. Grund sind stark schwankende Treibstoffpreise und die schwer einschätzbare Buchungslage. Der Carrier hat die Preise für die günstigsten Tickets nach eigenen Angaben erhöht und will zugleich die Kosten senken. CEO Jarvis erwartet, dass die Stückkosten ohne Treibstoff in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz steigen.

Jarvis sieht trotz der Unsicherheit keine Probleme bei der Treibstoffversorgung. Gegenüber der BBC sagte er, Easyjet habe an den Flughäfen in Großbritannien, Europa und darüber hinaus keine Versorgungsprobleme festgestellt. Die Airline wolle den angebotenen Sommerflugplan vollständig fliegen und keine Treibstoffzuschläge erheben.

Christian Schmicke

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