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31. August 2018 | 12:31 Uhr
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Easyjet muss über Gepäckpreis-Schwankungen informieren

Das hat das Landgericht Berlin nach einer Klage der Verbraucherzentrale Brandenburg entschieden. Bei dem Low-Cost-Carrier können sich die Online-Preise für aufzugebendes Gepäck bei späterer Zubuchung verändern, je näher der Abflugtag rückt. Darüber informierte die Fluggesellschaft bislang nach Auffassung der Verbraucherzentrale nicht transparent genug. Nach dem Urteil muss Easyjet Kunden nun darüber in Kenntnis setzen, dass die angegebenen Gepäckpreise nur für den aktuellen Buchungsvorgang gelten und sich bei späterer Zubuchung ändern können (AZ: 52 O 365/17).

Nach Artikel 23 der EU-Verordnung 1008/2008 müssen Fluggesellschaften Zusatzkosten wie jene für das aufzugebende Gepäck auf klare, transparente und eindeutige Art und Weise am Beginn jedes Buchungsvorgangs mitteilen. Hierauf bezog sich die Verbraucherzentrale bei ihrer Klage. Der Fluggast müsse bei der Buchung absehen können, welche Kosten über die reine Flugbeförderung hinaus auf ihn zukommen, so die Argumentation, der das Gericht folgte. Denn häufig seien Zusatzkosten für Gepäck, Sitzplatz oder Servicegebühr in der Summe sogar teurer als der eigentliche Beförderungspreis.

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