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6. November 2018 | 13:41 Uhr
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Easyjet setzt für Kurzstrecken auf Elektro-Flugzeuge

Der britische Billigflieger hat mit dem US-amerikanischen Startup Wright Electric eine Vereinbarung über den Bau von elektrisch angetriebenen Passagierflugzeugen getroffen. Zunächst soll bis 2019 ein neunsitziger Kurzstreckenjet mit bis zu 500 Kilometern Reichweite entstehen. Er soll auf der Strecke London-Amsterdam eingesetzt werden.

Damit will die Fluggesellschaft den Schadstoffausstoß ihrer Flugzeuge stark verringern. Easyjet habe den CO2-Ausstoß pro Passagier und Kilometer schon jetzt um 32 Prozent im Vergleich zum Jahr 2000 verringert, teilte die Airline mit. Mit neuen Flugzeugen des Typs A320 neo von Airbus sollen Lärmemissionen um 50 Prozent und die Luftverschmutzung um weitere 15 Prozent gesenkt werden.

Easyjet-Partner Wright Elektrik hat erst kürzlich ein neues Antriebskonzept patentieren lassen, das für Kurzstreckenjets dieser Art geeignet ist. Wie weit die Entwicklung des neuen Flugzeugs gediehen ist, geht aus der Mitteilung jedoch nicht hervor. Bereits seit März 2017 arbeitet das Startup an einem rein elektrisch angetriebenen Flugzeug für 150 Passagiere. Wright Electric und Kooperationspartner Axter Aerospace haben bereits eine zweisitzige Tecnam im Einsatz. Darauf aufbauend soll das Prototyp-Antriebssystem für das neunsitzige Flugzeug etwa viermal so stark sein, wie das System des zweisitzigen Flugzeugs. „Der technische Fortschritt beim Elektrofliegen ist wirklich aufregend und es geht schnell voran, von den Zweisitzer-Flugzeugen, die bereits fliegen, bis zum Neunsitzer, der im nächsten Jahr abheben wird. Künftig werden wir nicht mehr ausschließlich von Flugzeugtreibstoff abhängig sein“, sagte Easyjet-CEO Johan Lundgren.

Thomas Horsmann

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