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20. November 2019 | 07:00 Uhr
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Easyjet will kompletten CO2-Ausstoß kompensieren

Als erste größere Airline verspricht der Low-Cost-Carrier einen klimaneutralen Flugbetrieb. Mit knapp 30 Millionen Euro pro Jahr sollen forstwirtschaftliche Initiativen, erneuerbare Energien und kommunale Klimaschutzprojekte finanziert werden.

Easyjet

Easyjet will ab sofort den gesamten CO2-Ausstoß kompensieren

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CO2-Netto-Nullemissionen für alle Flüge – das ehrgeizige Projekt gab Airline-Chef Johan Lundgren am Dienstag in London bei der Vorstellung der Bilanz bekannt. Die bei der Treibstoffverbrennung der Flugzeuge verursachten Kohlendioxid-Emissionen sollen durch Investitionen in Klimaschutzprojekte vollständig ausgeglichen werden, verspricht der Airline-Chef.

Lundgren räumt zwar ein, dass die Kompensation eine Übergangslösung bis zur Erreichung echter Klimaneutralität, etwa durch alternative Treibstoffe, sei. Doch er ist sicher: "Es funktioniert, wenn man es mit den richtigen Projekten macht." Außerdem beteiligt sich die Airline im Zuge einer Absichtserklärung an der Erforschung und Entwicklung von Hybrid- und Elektroflugzeugen durch Flugzeugbauer Airbus und kooperiert mit dem US-Start-up Wright Electric bei der Entwicklung eines Elektrofliegers.

"Kontraproduktive" Ticketsteuern

Zugleich kritisierte Lundgren Luftverkehrsteuern, die in Deutschland gerade von der Bundesregierung erhöht werden. Sie machten den Luftverkehrssektor nicht sauberer, sondern verhinderten Investitionen in saubere Flugzeuge, erklärte der Easyjet-Chef.

Easyjet setzte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 96,1 Millionen (+8,6%)  sieben Milliarden Euro (+8,3%) um. Beim Konzernergebnis überwogen allerdings die negativen Vorzeichen. Das Vorsteuerergebnis sank gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel auf 473 Millionen Euro. Deshalb soll die Dividende ebenfalls um ein Viertel auf knapp 49 Cent pro Aktie gesenkt werden.

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