Zentraler Auslöser sei die überraschende und aus Sicht der Reederei unbegründete Kündigung des Chartervertrags durch die Schiffseigner gewesen – eine Gesellschaft mit Sitz auf Madeira. Diese habe die Ocean Victory, das einzige Schiff von Alma Cruceros, unerwartet aus dem Hafen von Málaga abgezogen und Richtung Gibraltar verlegt. Dabei seien auch alle an Bord befindlichen Gegenstände und Ausstattungen der Reederei mitgenommen worden.
Zuvor war das Schiff bereits auf richterliche Anordnung hin im Hafen von Málaga festgesetzt worden. Der Grund: offene Forderungen gegenüber dem Hafenagenten Lantimar Group, die zur Pfändung führten. Eine gerichtliche Kaution zur Freigabe wurde laut Medienberichten nicht hinterlegt, woraufhin das Schiff am 9. Mai an die Kette gelegt wurde.
Kunden und Geschäftspartner können ihre Forderungen laut Alma Cruceros ausschließlich über die eigens eingerichtete E-Mail-Adresse reservas@almacruceros.com einreichen. Die Reederei arbeite mit einem juristischen Team und Versicherern daran, eine geordnete Abwicklung für alle Betroffenen zu ermöglichen, heißt es. Zudem behalte sich das Unternehmen rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen der Vertragskündigung vor.
Christian Schmicke
