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12. März 2019 | 23:00 Uhr
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Europäischer Luftraum für Boeing 737 Max komplett gesperrt

Die Luftfahrtbehörde EASA hat den Luftraum für Flugzeuge des in Äthiopien abgestürzten Typs Boeing 737 Max 8 und 9 gesperrt. Zuvor hatten bereits zahlreiche Länder, darunter Deutschland und Großbritannien, entsprechend reagiert. Die US-Luftfahrtbehörde hält dagegen weiterhin still.

Boeing 737 Max 8

Flugverbot nun auch in Deutschland für die Boeing 737 Max 8

Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme nach dem Absturz einer Maschine des Typs in Äthiopien, erklärte die EASA.  Neben Großbritannien, Australien, Neuseeland, China, Indonesien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Mexiko, Südkorea, Oman, Frankreich, Österreich, Italien, den Niederlanden, Polen und Belgien hatte im Laufe des Dienstags auch Deutschland den Luftraum für Maschinen dieses Typs gesperrt. TUI und die Fluggesellschaft Norwegian erklärten nach längerem Zögern ebenfalls einen Betriebsstopp für die modernisierte Variante der Boeing 737. 

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte dem Sender NTV: "Sicherheit geht absolut vor. Bis alle Zweifel ausgeräumt sind, habe ich veranlasst, dass der deutsche Luftraum für die Boeing 737 Max ab sofort gesperrt wird." Die Sperrung gilt vorerst bis zum 12. Juni. Die britische Luftfahrtbehörde CAA berichtete, es handele sich um eine vorsorgliche Maßnahme, bis die Ursache des Absturzes der Boeing 737 Max 8 von Ethiopian Airlines am Sonntag geklärt sei. 

Angesichts dieser Entscheidungen muss auch TUI auf Flüge mit den Maschinen des Typs vorerst verzichten. Zur Flotte des Konzerns gehören mittlerweile 15 Boeing 737 Max 8, die in Großbritannien und den Benelux-Staaten eingesetzt werden. In Deutschland steht die Einführung des Typs Mitte April an. Das erste Flugzeug für Tuifly sollte eigentlich am Mittwoch in Seattle an die Airline übergeben werden. Auch der Low-Cost-Carrier Norwegian teilte am Dienstag mit, er werde seine 18 Boeing 737 Max aufgrund der Vorgaben der Luftfahrtbehörden am Boden lassen. Sowohl TUI als auch Norwegian hatten zunächst erklärt, sie sähen keine Veranlassung, auf Flüge mit dem Flugzeugtyp zu verzichten.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hält den Flugzeugtyp hingegen weiter für flugtauglich. Es lägen bislang keine Daten vor, um Schlussfolgerungen zu ziehen oder Maßnahmen zu ergreifen, zitiert die "Süddeutsche Zeitung". Auch in Kanada dürfen die Max-8-Maschinen noch fliegen.

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