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23. Juli 2018 | 14:55 Uhr
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Fake-Airline: Staatsanwaltschaft berichtet von 300

Rund 300 Geschädigte der Fake-Fluggesellschaft Germany Airlines, die auch unter Germani Airlines firmierte, haben sich nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Duisburg mittlerweile gemeldet. Der vermeintliche Carrier hatte von mehreren Flughäfen in Deutschland und der Schweiz aus günstige Flüge in die Hauptstadt des Kosovo, Prishtina, angeboten, die es gar nicht gab.

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Nach Informationen der "Rheinischen Post" ermittelt die Staatsanwaltschaft in der Angelegenheit gegen zwölf Beschuldigte wegen gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Betrugs. Im Fall der Verurteilung müssen sie mit Strafen bis zu zehn Jahren Haft rechnen. Drei der früheren Geschäftsführer der Gesellschaft seien zwischenzeitlich in Untersuchungshaft gewesen, aber bereits wieder auf freiem Fuß. Laut "Rheinischer Post" sollen sie sich "umfangreich geständig" gezeigt haben.

Die schweizerische private Verbraucherschutzorganisation "Reklamationszentrale" warnt unterdessen vor weiteren Websites, die nach demselben Muster arbeiteten. Darunter seien die Seite einer angeblichen Fluggesellschaft, die sich Adria Fly nennt, adriafly.eu, und die Seite von Aeroprishtina, aeroprishtina.de. Nach jüngsten Erkenntnissen sollen die Betrüger zunächst noch echte Tickets verkauft haben. Bis Anfang des Jahres 2017 seien einige Kunden der Germani Airlines tatsächlich mit Maschinen der bulgarischen Elektra Airline nach Prishtina befördert worden. Andere hätten Plätze in Chartermaschinen erhalten, doch habe dies wohl im wesentlichen zum "Anfüttern" der Kunden gedient. Später seien ausschließlich Tickets ohne Gegenleistung verkauft worden.

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