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17. März 2026 | 13:15 Uhr
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Flughäfen hinken bei Einnahmen dem Verkehr hinterher

Der internationale Flughafenverband ACI meldet für 2024 eine vollständige Erholung des weltweiten Passagierverkehrs – die Einnahmen der Flughäfen blieben jedoch hinter dem Vorkrisenniveau zurück. Weltweit wurden 9,4 Milliarden Passagiere abgefertigt, vier Prozent mehr als 2019. Die Umsätze lagen indes noch um 2,1 Prozent darunter.

Hongkong  Flughafen

Die weltweiten Flughäfen, hier Hongkong, verdienen weiter weniger Geld als vor der Corona-Krise

Die Nachfrage nach Flugreisen sei damit vollständig zurückgekehrt, meldet der Verband. Gleichzeitig bleibe das Umfeld volatil. Faktoren wie geopolitische Spannungen, eingeschränkte Lufträume und steigende Betriebskosten beeinflussten weiterhin das Geschäft der Flughäfen.

Einnahmen bleiben hinter Erwartungen zurück

Trotz des Verkehrsbooms haben die Flughäfen ihre Einnahmen noch nicht vollständig aufgeholt. Die weltweiten Umsätze beliefen sich 2024 auf knapp 195 Milliarden US-Dollar und lagen damit noch um 2,1 Prozent unter dem Vorkrisenniveau.

Besonders deutlich zeigt sich die Lücke laut ACI bei den einzelnen Erlösquellen. Die luftverkehrsbezogenen Einnahmen, die mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmachen, lagen noch um drei Prozent unter dem Stand von 2019. Eine vollständige Erholung werde für 2025 erwartet.

Noch stärker betroffen sind die kommerziellen Erlöse, etwa aus Handel und Gastronomie. Sie lagen 2024 neun Prozent unter dem Vorkrisenniveau und sollen sich laut der Prognose des Verbandes erst bis Mitte 2026 vollständig erholen.

Investitionen als Schlüssel für Wachstum

Mit Blick auf die kommenden Jahre erwartet ACI, dass die Einnahmen ab 2026 wieder über das Vorkrisenniveau hinaus steigen und parallel zur Nachfrage wachsen. Die Entwicklung hänge jedoch stark von Faktoren wie Finanzierungsmöglichkeiten, Inflation und regulatorischen Rahmenbedingungen ab, heißt es.

Der Verband fordert deshalb politische Unterstützung für Investitionen in Infrastruktur und Betrieb. Nur so lasse sich die künftige Nachfrage bewältigen und die internationale Konnektivität sichern.

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