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11. Mai 2026 | 12:12 Uhr
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Flughäfenveband warnt vor vielen Flugstreichungen

Der Flughafenverband ADV rechnet für 2026 nur noch mit einer stagnierenden Passagierentwicklung an deutschen Flughäfen. Als Gründe nennt Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel hohe Kerosinpreise, schwache Konjunktur und hohe Steuern. Im ungünstigen Fall drohten an manchen Airports Kapazitätseinbrüche von bis zu zehn Prozent.

Flughafen München Pier Terminal 1.jpg

Die deutschen Flughäfen, hier der neue Terminal-1-Pier am Flughafen München, rechnen angesichts hoher Kosten mit einer Abschwächung des Flugverkehrs

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"An den deutschen Flughäfen treffen mehrere Belastungsfaktoren gleichzeitig aufeinander", sagt Beisel. Die Airlines seien ohnehin durch stark steigende Kerosinpreise belastet. In Deutschland kämen schwache Konjunktur und überproportional hohe Steuern hinzu. Der Sommerreiseverkehr sei aktuell nicht gefährdet, betont der Verband. Die wirtschaftliche Lage müsse aber realistisch bewertet werden.

Nebenstrecken geraten unter Druck

Nach Einschätzung des Verbandes überprüfen Airlines bereits Strecken und Kapazitäten. Besonders betroffen seien Verbindungen mit geringer Nachfrage oder niedrigen Margen. Beisel verweist vor allem auf Low-Cost-Airlines, die touristische Nebenstrecken aus dem Programm nähmen. Der teilweise Rückzug von Ryanair am Flughafen BER zeige, wie empfindlich preisgetriebene Geschäftsmodelle auf steigende Betriebs- und Standortkosten reagierten.

In einem ungünstigen Szenario droht laut Beisel an manchen Flughäfen ein Kapazitätseinbruch von zehn Prozent. Hochgerechnet auf alle Flughäfen wären bis zu 20 Millionen Fluggäste betroffen. Einige Ziele würden dann gar nicht mehr bedient, andere seltener und zu höheren Preisen.

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