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23. September 2020 | 07:00 Uhr
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Flughafen Paderborn rutscht in die Insolvenz

Airport-Geschäftsführer Marc Cezanne hat am Dienstag beim Amtsgericht Paderborn Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Die Pleite ist Teil eines Sanierungskonzepts, dem der Paderborner Kreistag am Montag zugestimmt hatte.

Für die Sanierung stellt der Kreis Paderborn laut „WDR“ außerplanmäßig 13,7 Millionen Euro bereit. Der Flughafen solle langfristig so aufgestellt werden, dass seine Kosten durch die erzielbaren Einnahmen gedeckt werden, so der Kreistag. Der Kreis Paderborn übernimmt als Hauptanteilseigner neu den rund sechsprozentigen Anteil von Berlin. Die Stadt beteilige sich dafür mit knapp 1,5 Millionen Euro am Sanierungskonzept, berichtet der „WDR“. Mit anderen Gesellschaftern, die aussteigen wollen, sollen gleichwertige Verträge ausgehandelt werden.

Passagierprognosen langfristig gesenkt

In dem Sanierungskonzept sei vorgesehen, dass der Flughafen den Status eines Verkehrsflughafens mit Flugsicherung behält und weiterhin 24 Stunden am Tag in Betrieb ist, erklärt die Flughafenleitung. Allerdings basiere die Kalkulation auf 300.000 Fluggästen statt wie bisher 700.000 pro Jahr. Die Passagierzahlen waren laut Geschäftsführer Cezanne in diesem Jahr um 85 Prozent zurückgegangen. Wirtschaftlich angeschlagen war der Airport aber schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

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