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9. August 2021 | 20:06 Uhr
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Folgen der Brände für Urlauber bislang noch überschaubar

Während die Feuer in Griechenland, Italien und der Türkei weiter wüten, können die von Deutschen stark frequentierten touristischen Hotspots offenbar ein wenig aufatmen. TUI, DER Touristik und FTI berichten auf Anfrage von Reise vor9 von einer geringen Zahl von Kunden, die in anderen Hotels gebracht werden mussten.

Waldbrand

Feuer wüten vor allem in Regionen des östlichen Mittelmeers

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In den Bezirken nördlich der griechischen Hauptstadt Athen und auf der Halbinsel Peloponnes sei die Lage am Montag zumindest zeitweilig unter Kontrolle gewesen berichtet die FAZ. Dagegen hätten die Feuer besonders im Norden der Insel Euböa unvermindert weitergebrannt und seien einigen Ortschaften gefährlich nahe gekommen. Wie schon in den Vortagen hätten weitere Dörfer im Norden der Insel Euböa als Vorsichtsmaßnahme geräumt werden müssen.

Umroutungen auf dem Peloponnes

Für die Insel Euböa ist die Lage dramatisch; allerdings wird sie von ausländischen Touristen kaum frequentiert. "Mit Ausnahme einiger Regionen auf der Halbinsel Peloponnes sind für die touristischen Regionen in Griechenland und der Türkei keine Beeinträchtigungen mehr zu verzeichnen", teilt denn auch DER Touristik auf Anfrage mit. Reisen könnten daher – mit Ausnahme der auf der Halbinsel Peloponnes betroffenen Regionen – wie geplant stattfinden.

DER Touristik kontaktiere Gäste, die in den nächsten Tagen einen Aufenthalt in den betroffenen Regionen auf dem Peloponnes gebucht hätten, erklärt das Unternehmen weiter. Dies seien primär Selbstfahrer-Gäste, mit denen man individuelle Umroutungen und Umbuchungen in Hotels außerhalb der Gefahrenzonen bespreche. Die Mehrkosten für Umbuchungen übernehme DER Touristik.

Einige Evakuirerungen in der Region Marmaris

Für FTI hat vor allem die Türkei großes Gewicht. "Unsere Gäste sind von den Feuern kaum betroffen", teilt der Veranstalter mit. In Bodrum seien die Brände "mittlerweile erfolgreich bekämpft" worden und es bestehe keine Gefahr für Touristen. In der Region Marmaris habe man in Turunc zur Sicherheit vorübergehend einige Hotels evakuiert, die Situation habe sich aber für Urlauber mittlerweile wieder entspannt. Auch die Brände nahe Athen in Griechenland seien nach Angaben des Krisenteams mittlerweile unter Kontrolle gebracht. Bedrohlicher seien die Brände momentan in Italien bei Pescara in den Abruzzen beziehungsweise in Campomarino in Molise, wo FTI aber keine Gäste habe.

TUI berichtet auf Anfrage, die Hotels im Programm des Veranstalters seien "aktuell nicht unmittelbar von den Bränden betroffen". Dementsprechend würden keine Reisen abgesagt. Man behalte die Entwicklung weiterhin im Auge.

"So kurzfristig wie noch nie"

Wie es bei den Neubuchungen aussieht, steht freilich auf einem anderen Blatt. Jedenfalls berichtet der Last-Minute-Spezialist der FTI Group, 5 vor Flug, die Kunden buchten derzeit so kurzfristig wie nie zuvor. Mehr als jeder Dritte starte noch in der gleichen Woche, in der er gebucht habe, in den Urlaub. "Die Leute warten möglichst lange ab, um sich spontan für ein Zielgebiet zu entscheiden, das problemlos bereisbar ist", sagt Sabine Prähauser, CEO von 5 vor Flug. "So extrem Last Minute waren die Buchungen noch nie." Seit Mitte Juli sei ein klarer Trend festzustellen. Der Buchungsvorlauf habe sich nochmal auffällig verkürzt, und: "Die Tendenz ist weiter steigend", so Prähauser. Damit gewinnen auch die tagesaktuellen Meldungen über Feuer, Unwetter oder Reisebeschränkungen zusätzliche Bedeutung für die Buchungskurven.

Christian Schmicke

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